Tattoos im Berufsleben – Was muss ich beachten?

tattooTätowierungen sind in der heutigen Zeit aktueller und beliebter denn je. Solange es die Menschheit gibt, zieren Tätowierungen ihre Körper. Selbst der 5300 Jahre alte „Ötzi“ trug ein Tattoo, das auch heute noch erkennbar ist. Da sich eine Zeit lang nur Seeleute und Soldaten tätowieren ließen, hatte es das Tattoo schwer salonfähig zu werden. Mittlerweile hat sich die Einstellung der Menschen zu Tätowierungen gewandelt.

 

Wann ist ein Tattoo salonfähig?

Immer mehr Berühmtheiten wollen seit einigen Jahren nicht mehr auf ein Tattoo als Körperschmuck verzichten. Sie tragen es offen und zum Teil großflächig. Schauspieler, Sänger und Fußballer, wie Miley Cyrus, Rihanna, David Beckham und Selena Gomez tragen Tattoos und stehen dazu. Bei normalen Bürgern sieht die Akzeptanz der Mitmenschen leider noch etwas anders aus. Gerade bei Beamten (wie z. B. Polizisten) und Bankangestellten, die Berufe ausüben, die Vertrauen vermitteln sollen, ist ein Tattoo nicht gerne gesehen.

Möchten Sie selber gerne ein Tattoo tragen, aber auf berufliche Chancen und eine perfekte Karriere nicht verzichten, sollten Sie einige Regeln beachten. Niemand wird etwas gegen Ihr Tattoo einwenden können, wenn es mithilfe normaler Alltags- und Berufskleidung verdeckt werden kann. Planen Sie daher die Tätowierungen so, dass sie auf Körperzonen gestochen werden, die normalerweise bedeckt sind. Bei Tätowierungen auf dem Rücken und an den Oberarmen brauchen Sie nicht lange suchen, bis Sie Kleidung finden, die Ihre Tattoos verdecken kann und trotzdem schick und adrett wirkt.

Tätowierungen sollten nicht provozieren

Mann mit farblich tättowiertem Arm

Bei Berühmtheiten sind Tattoos Teil einer eigenen Identität.

Bei berühmten Künstlern und Sportlern gelten diese Einschränkungen nicht. Sie zeigen gerne ihre Haut, besonders dann, wenn sie tätowiert ist. Niemand der Fans nimmt es ihnen übel, im Gegenteil. Die Tätowierungen verstärken die Ausstrahlung und die Individualität der Menschen, was gerade in diesen Berufszweigen erwünscht ist. Wer allerdings kein Künstler, Schauspieler oder Sportler ist, sollte sich seine beruflichen Chancen nicht durch ein Tattoo verbauen und auf seine Vorgesetzten und dem Berufsimage Rücksicht nehmen.

Es ist daher von entscheidender Wichtigkeit, dass Sie nicht mit Ihren Tätowierungen provozieren, wenn Sie ein Bewerbungsgespräch planen. Kleiden Sie sich so, wie Ihre Mitbewerber auch und achten Sie darauf, dass Ihre Tätowierung verdeckt bleibt. Kein Arbeitgeber stört sich an einem Tattoo, das er nicht kennt und noch nie gesehen hat. Vor allem in jungen Jahren sollten Sie sich Gedanken machen, welche langfristigen Konsequenzen eine Tätowierung haben kann. Mittlerweile gibt es zwar schon bessere Techniken, wie z. B. die Lasertechnik, um ein störendes Tattoo entfernen zu können, allerdings können Narben oder Hautveränderungen zurückbleiben.

Worauf Sie achten sollten

Überlegen sie sich Stellen, die ständig sichtbar sind, sehr genau.

Überlegen sie sich Stellen, die ständig sichtbar sind, sehr genau.

Bevor Sie sich für eine Tätowierung entscheiden, sollten Sie sich daher genau damit auseinandersetzen, ob Sie sich vorstellen können, dieses Tattoo Ihr Leben lang tragen zu wollen. Lassen Sie sich die Möglichkeit offen, dass Sie Ihre Tätowierung bei Bedarf verstecken können. Tätowierungen an den Unterarmen, auf den Händen, am Hals und im Gesicht lassen sich kaum verstecken. Sie können bestenfalls überschminkt werden, was aber einen großen Aufwand und oft keine überzeugende Optik bedeutet. Gerade in Berufen, in denen die Beschäftigten seriös wirken sollen, sind Tätowierungen nicht gerne gesehen und können bei einer Bewerbung zu einer Absage führen.

Solange sich andere Bewerber finden, die fachlich vergleichbare Kompetenzen aufweisen, entscheiden sich die meisten Arbeitgeber für den Bewerber, der kein Tattoo trägt. Es sei denn, dass der Arbeitgeber selber tätowiert ist und gleich gesinnte Mitarbeiter vorzieht. Obwohl Tätowierungen tatsächlich in den letzten Jahren gesellschaftsfähig geworden sind, sogar Bettina Wulff (Frau des ehemaligen Bundespräsidenten) ist tätowiert, kann man die Anerkennung von einem Tattoo vonseiten eines Arbeitgebers nicht erzwingen. Es ist daher empfehlenswert, dass Sie zwischen Freizeit und Arbeitszeit unterscheiden, wenn es darum geht, Ihr Tattoo frei zu zeigen.

Fühlen Sie sich nicht zurückgesetzt

Arbeitgeber wollen Ihre Angestellten nicht diskriminieren oder zurücksetzen, wenn diese tätowiert sind, sie wollen aber auch keine Kundschaft verlieren. Viele Mitmenschen fühlen sich von einem Tattoo eher abgestoßen als angezogen. Ein tätowierter, niedergelassener Arzt hat daher im Zweifelsfall weniger Patienten, als ein Kollege, der seine Praxis in der Nähe unterhält und nicht tätowiert ist. Im Berufsleben muss jeder Unternehmer, Chef und Arbeitgeber alles daran setzen, dass das Unternehmen gewinnbringend arbeitet und möglichst hohe Einnahmen erzielt. Sie können es daher Arbeitgebern nicht verdenken, dass diese ihre Angestellten nach Kriterien aussuchen, die ihnen die größtmögliche Akzeptanz bei Kunden, Mandanten und Patienten ermöglichen.

Sie brauchen sich daher nicht zurückgesetzt oder in Ihren Rechten beschnitten fühlen, wenn Sie eine Absage auf eine Bewerbung erhalten, bei der schon auf dem Bewerbungsfoto ein Tattoo erkennbar ist. Tragen Sie daher Ihre Tätowierungen lieber an verdeckten Körperstellen, die Sie in der Freizeit zeigen können. Selbst wenn Sie dann im Schwimm- oder Freibad Ihren Chef treffen sollten und dieser Ihr Tattoo entdeckt, werden Sie beruflich keine Schwierigkeiten bekommen. Tätowierungen, die nicht jeder sofort erkennen kann, provozieren nicht und fallen auch keinem Kunden, Patienten oder Mandanten auf. Zudem ist es etwas anderes, ob Sie in einer Szenebar arbeiten, oder in einer Bank.

Tätowierungen als Markenzeichen

Mit Tattoos von der Masse absetzen

Mit Tattoos können Sie sich  von der Masse absetzen

Können Sie schon berufliche Erfolge vorweisen, kann ein Tattoo regelrecht zu Ihrem Markenzeichen werden. Ob als Designer, Handwerker, Schriftsteller, Künstler, Schauspieler oder Sportler, ist egal. Bei allen Berufen, bei denen Sie als Individualist und kreativer Kopf in der Öffentlichkeit stehen, können Tätowierungen von Vorteil sein. Sie können sich in dem Fall mit einem gelungenen und einprägsamen Tattoo von der Masse abheben. Dies geht am besten, wenn Sie sich für eine Tätowierung entscheiden, die einzigartig ist und nur von Ihnen getragen wird. Tattoos sorgen immer für Gesprächsstoff, und dies ist in manchen Berufsbranchen sehr wichtig.

Letztendlich muss jeder selber entscheiden, ob man sich für ein Tattoo entscheidet, wie dieses aussehen soll und wo es sich am Körper befinden soll. Machen Sie sich diese Entscheidung nicht leicht, schließlich handelt es sich um ein Kunstwerk auf der Haut, dass Sie Ihr Leben lang mit sich tragen. In den meisten Tattoostudios können Sie sich fachmännisch und kompetent beraten lassen, da die meisten Tätowierer sich mit den Problematiken im Alltag, die eine Tätowierung mit sich bringen kann, bestens auskennen. Genauso verhält es sich mit der Auswahl der Vorlage, den gewünschten Farbtönen usw. Verlassen Sie sich dabei auf Ihr eigenes Gefühl, auf Ihren Wünsche und Vorstellungen und den gut gemeinten Ratschlägen Fachkundiger.

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One Response to Tattoos im Berufsleben – Was muss ich beachten?

  1. Kristina sagt:

    Tattoos sind zwar schön, aber im Berufsleben nicht der beste Freund vom Arbeitgeber. Solange man Tattoos abdecken kann ist es nicht weiter schlimm welche zu haben. Ich persönlich möchte mir auch eins Stechen lassen aber kein großes was jeder sehen kann, ein kleines unauffälliges tut es auch schon.

    Mfg Kristina

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