Musik Streaming – Welcher Dienst ist der Beste?

Bild Musik hören

Die Zeiten, in denen wir mit dem Discman oder dem MP3-Player durch die Straßen gezogen sind, sind vorbei. Längst haben Musik Streaming Dienste wie Apple Music oder Spotify die Art und Weise, wie wir Musik hören, revolutioniert. Ihre Bibliotheken halten Millionen von Liedern aus allen Musikepochen und Genres bereit. Allerdings ist Streaming-Dienst nicht gleich Streaming-Dienst. Große Unterschiede im Preis und in der Musikauswahl machen die Wahl des richtigen Anbieters nicht leicht. Welche Dienste heben sich also von den anderen ab?

Welcher Musik Streaming Dienst bietet mehr?

Apple Music Musik Streaming

Die meisten Dienste verfügen über fast 40 Millionen Songs in der Datenbank.

Den Kampf um die umfangreichste Bibliothek gewinnt zunächst einmal Microsoft Groove. Mit mehr als 40 Millionen Titeln ist Microsoft in diesem Punkt allen Konkurrenten eine Nasenlänge voraus. Allerdings ist Groove bislang und in erster Linie zu anderen Microsoft-Produkten wie der xBox kompatibel, wodurch die Nutzung erschwert wird. Dicht hinter Groove liegen Tidal und Deezer. Beide Dienste bieten mittlerweile ebenfalls knapp 40 Millionen Songs an. Tidal überzeugt in erster Linie durch eine hohe Soundqualität, einer guten Handhabung sowie dem Zugriff auf mehr als 90.000 Videos. Leider fehlen einige Features wie etwa personalisierte Playlisten oder Musikvorschläge. Deezer hingegen legt großen Wert auf den Unterhaltungsfaktor. Die gut strukturierte Benutzeroberfläche führt dich schnell zum gesuchten Titel und bietet darüber hinaus eine Songtextfunktion zum Mitsingen.

Spotify, Google Play und Apple Music vereint ein und dieselbe Eigenschaft. Allesamt liegen sie bezüglich der Musikauswahl im Mittelfeld der Streaming-Dienste. Immerhin umfassen ihre Bibliotheken zwischen 35 und 40 Millionen Songs. Punkten können die drei großen Namen der Branche in erster Linie durch ihre technischen Aspekte. Google Play liefert dir nicht nur regelmäßig Musikempfehlungen, es bietet dir auch die wohl beste App im Bereich des Musik-Streamings. Den größten Funktionsumfang liefert jedoch zweifelsohne Spotify. Neben umfangreichen und individuell zugeschnittenen Playlisten werden dir auf Wunsch auch Konzerte in deiner Nähe angezeigt. Apple Music kann von allem ein bisschen und überzeugt vor allem durch seine personalisierten Musikvorschläge. Einen großen Minuspunkt gibt es allerdings für die geringe Datenqualität von lediglich 256 kbps.

Apple Music und Co. kostenlos testen

Bild Musik unterwegs

Musik Streaming unterwegs. Mit Hilfe des Offline-Modus kein Problem.

Ob nun Spotify, Deezer, Apple Music oder Tidal – alle Dienste bieten dir zunächst die Möglichkeit, sie mithilfe eines Probe-Abos kostenlos zu testen. Bezüglich der Testlänge hat Apple in diesem Fall die Nase

vorn und lässt dich seine Bibliothek 90 Tage ausprobieren. Spotify und Google Play folgen mit jeweils 60 Tagen, während Deezer, Microsoft Groove sowie Tidal lediglich 30 Tage anbieten. Beachten solltest Du bei den Testangeboten, dass die meisten Dienste nur in abgespeckter Version verfügbar sind und vor allem die Soundqualität darunter leidet.Spotify und Apple Music sind auch nach dem Probe-Abo kostenlos nutzbar. Während Apple die Musikauswahl dabei drastisch reduziert, kannst Du bei Spotify auf die komplette Bibliothek zugreifen. Allerdings stehen dir auch bei hier nur begrenzte Funktionen zur Verfügung. So fehlt unter anderem der Offline-Modus und die Tonqualität wird gemindert. Des Weiteren finanziert sich die kostenlose Version über Werbungen, die das Musikerlebnis regelmäßig unterbrechen.

Ist das Test-Abo abgelaufen, kämpfen alle Anbieter mit dem selben Preis um ihre Nutzer. 9,99 Euro beträgt der monatliche Tarif, mit dem alle Marktführer ins Rennen gehen. Auch hierbei gibt es nur bei Apple Music sowie Spotify einige Abweichungen. Während letztgenannter Dienst vor allem die Preise für Studenten deutlich senkt, bietet Apple den besseren Familientarif. Für 14,99 Euro pro Monat können bis zu sechs Nutzer auf die Bibliothek zugreifen.

Günstige Alternativen

Auch wenn die Marktführer sich in ihren Tarifen kaum voneinander unterscheiden, gibt es einige Anbieter, die sich durch ihre geringen Tarife auszeichnen. Aldi Life arbeitet in Kooperation mit Napster und bietet für 7,99 Euro im Monat knapp 40 Millionen Titel sowie Hörbücher an. Auch die App konnte in bisherigen Tests überzeugen. Allerdings scheint mit dem kleineren Preis auch die Nutzerfreundlichkeit einherzugehen. So verfügt Aldi Life nur über wenige Schnittstellen und einen stark eingeschränkten Offline-Modus. Besonders kritisch zu betrachten ist der kostenlose Testmonat. Was zunächst nach einer guten Gelegenheit klingt, den Dienst zu testen, kann schnell nach hinten losgehen, da die Testphase nicht automatisch endet, sondern vom Nutzer gekündigt werden muss.

Wer hingegen bereits Kunde von Amazon Prime ist, hat ganz ohne Aufpreis Zugriff auf die Musik-Bibliothek aus dem Hause Amazon. Der Premiumdienst kostet 49 Euro jährlich und beinhaltet rund eine Million Songs. Neben dem günstigen Preis überzeugt vor allem die einfache Bedienung. Abstriche gibt es in erster Linie dafür, dass nur selten aktuelle Titel ihren Weg in die Mediathek finden und für einige Schwachstellen im Bereich des Datenschutzes.

Anhand des Beispiels von Amazon Prime wird deutlich, wie sehr die Leistung der Musik Streaming Anbieter mit dem Preis steigt und fällt. Die Musik-Bibliothek von Prime gibt es zwar ohne Aufpreis, jedoch wirken die rund eine Million meist veralteten Titel fast schon kläglich, verglichen mit der Songauswahl von Tidal oder Microsoft Groove.

And the winner is

Spotify ist wohl am

Spotify bringen alle nötigen Komponenten in ihrem Dienst unter.

Alles in allem liegen viele der Musik Streaming Dienste recht nah beieinander. Wo bei einem Dienst Abstriche gemacht werden müssen, liefert der andere das, was wir uns erhoffen. Nur ein Anbieter schafft es, alle Komponenten unter einen Hut zu bringen. Spotify verfügt nicht nur über eine große Bibliothek, sondern lässt sich auch kostenlos benutzen. Ungeachtet der kleinen Werbeunterbrechungen im kostenlosen Modus überzeugen vor allem die technischen Aspekte sowie die verschiedenen Tarife für Studenten und Familien.

 

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Bild 4: press.spotify.com / Logo

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