Mobile Payment – mit dem Handy bezahlen

Bild Mit dem Handy bezahlen

Bargeldloses Bezahlen mit dem Handy ist noch relativ neu in Deutschland und ist auch als Mobile Payment bekannt. Diese Methode wird insbesondere an den Kassen vieler Supermärkte angeboten, allerdings kann man auch bei einigen anderen Unternehmen Mobile Payment als Zahlart auswählen. Möglich ist es via NFC sowie per Wallet-Apps.

Was genau steckt hinter Mobile Payment?

Die Idee mit dem Smartphone bezahlen zu können ist nicht so ganz neu, denn so soll verhindert werden, dass Du viele unterschiedliche Karten mit verschiedenen Pins mitführen musst oder immer auf der Suche nach Kleingeld bist, um Dein Ticket bezahlen zu können. Es soll ausreichen, dass Du Dein Smartphone nutzen kannst, um shoppen gehen zu können. Ein einheitliches System für Mobile Payment gibt es allerdings noch nicht. Die verschiedenen Anbieter, bei denen Du via Mobile Payment bargeldlos zahlen kannst, setzen dies sehr unterschiedlich um, zum Beispiel via NFC, was ausgeschrieben Near Field Communication bedeutet, mittels dem QR-Code oder mit einer App. Je nach Modell und Technik kann das Mobile Payment einfach oder kompliziert sein. Dass sich noch viele Kunden bei dieser Methode zurückhalten, liegt an ihren Bedenken bezüglich Datenschutz und Sicherheit. Trotzdem zeigt sich, dass Mobile Payment immer öfter angewendet wird. Vor allem an der Kasse im Supermarkt zahlen immer mehr Menschen den Einkauf mit ihrem Smartphone.

Mobile Payment bei Aldi Nord

Aldi Nord bietet seinen Kunden seit Juni 2015 die Möglichkeit an, bargeldlos zu zahlen. Wenn Du Deinen Einkauf bezahlen möchtest, musst Du nur Dein Smartphone etwa vier Zentimeter an das Display des NFC-Lesegerätes halten, das sich an der Kasse befindet. Anschließend wird dann der exakte Betrag von Deinem Kreditkartenkonto abgebucht. Die Übertragung der Daten vom Handy zum Terminal wird über sicheren Nahfunk gewährleistet. So wird der Bezahlvorgang durchgeführt. Damit Du generell Mobile Payment nutzen kannst, musst Du Dich zunächst um andere Voraussetzungen kümmern. Du benötigst ein NFC-fähiges Handy, das zudem mit einem Android-Betriebssystem sowie einem NFC-Chip ausgestattet sein muss. Darüber hinaus ist eine NFC-SIM-Karte Deines Mobilfunanbieters erforderlich. Sie wird Dir kostenlos zugeschickt. Erst wenn alles vorhanden ist, kannst Du Dir die jeweilige Wallet-App Deines Anbieters kostenlos herunterladen und auf dem Handy installieren. Dort wird Deine virtuelle Karte hinterlegt, beispielsweise Maestro oder V-Pay. Bei Aldi Nord wird erst ab einem Einkaufswert von 25 Euro nach der PIN gefragt.

Welche Wallet-Apps kannst Du zum Mobile Payment nutzen?

Bild Bargeldlos bezahlen

Bargeld könnte bald der Vergangenheit angehören.

Wenn Du bei Aldi Nord mobil bezahlen möchtest, kannst Du zum Beispiel die Wallet-Apps MyWallet der Telekom, SmartPass von Vodafone oder BASE Wallet von Telefónica nutzen, bei denen jedoch weitere unterschiedliche Konditionen zu erfüllen sind. Das Bezahlsystem mpass steht ebenfalls zur Verfügung. Alle Anwendungen stehen zudem in weiteren Supermärkten, Shops, Kaufhäusern und Tankstellen bereit.

Wallet-Apps von Telekom, Vodafone und Telefónica

Die Telekom bietet die MyWallet-App an, damit Kunden Mobile Payment nutzen können. Zudem ist eine MyWallet Card erforderlich, die gleichzeitig als Mastercard- und Maestro-Karte nutzbar ist. Sie funktioniert auch als Prepaid-Karte, auf der Guthaben aufgeladen werden kann. Mit dieser Karte kannst Du sogar ohne Einschalten und Entsperren des Smartphones bezahlen. Die App von Vodafone SmartPass kann zusammen mit einem Android-Handy und dem VodafoneWallet, also der digitalen Geldbörse, genutzt werden. Solltest Du ein iOS-Smartphone besitzen, erhältst Du die SmartPass-App allerdings im Apple Store. Mobile Payment via Handy funktioniert jedoch nur, wenn Dein Visa-Kreditkarten-Konto in Deiner App hinterlegt wird. Das Konto lädst Du einfach nach dem Prepaid-Prinzip aufladen, um zu bezahlen. Je nach Art Deiner Karte oder der Buchung via Lastschrift kann es allerdings möglich sein, dass die Aufladung kostenpflichtig ist. Dann sind auch zusätzliche Schritte erforderlich. Wie bei der Telekom ist auch die Nutzung der Wallet-App bei Vodafone im ersten Jahr kostenlos, danach fallen zusätzliche Gebühren an, die jährlich anfallen, allerdings nur bis zu einer gewissen Umsatzhöhe. Telefónica bietet ihre kostenlose BASE-Wallet-App in Zusammenhang mit der Walletcard Prepaid Maestrocard an. Diese muss erst in der App hinterlegt sein, bevor sie genutzt werden kann. Des Weiteren kannst Du gegen eine Zahlung von 9,99 Euro zusätzlich eine reale MasterCard bestellen. Weitere Gebühren fallen bei Telefónica nicht an. Solltest Du den NFC-Chip nutzen, der einfach aufgeklebt wird, werden nach einem Jahr 25 Euro pro Jahr fällig. Das Guthaben kannst Du nach Wunsch auf die Walletcard überweisen oder sie mit Deinem Girokonto verknüpfen. Weniger schön beim Mobile Payment ist der vergleichsweise aufwendige Registrierungsprozess, der die Karten-Legitimation und verschiedene Voraussetzungen einschließt, die Du zuerst klären und erfüllen musst, bevor Du mobil bezahlen kannst.

Apple bietet ein eigenes System an – Apple Pay

Bild NFC

Mit NFC brauchst du keine Kredikarten mehr dabei haben.

Apple integrierte zwar beim iPhone 6 die NFC-Technologie, dennoch kann sie aktuell nur in Kombination mit einem NFC-Sticker von anderen Anbietern genutzt werden. In Großbritannien und in den USA ist es bereits möglich mit Apple Pay bezahlen zu können. Die mobile Bezahlung via Apple Pay wird mit der Identifizierung des Fingerabdrucks via Sensor erweitert. Apple stellt zudem die Passbook-App zur Verführung, damit auf die benötigten Daten der Kreditkarten zugegriffen werden kann. Auch bei Apple ist es nur möglich, mit NFC-fähigen iPhones zu zahlen, zudem mit dem iPad oder der Apple Watch. Wann das Apple System auch in Deutschland eingeführt wird, steht noch nicht fest.

Sicherheit beim Mobile Payment erhöhen – einige Tipps zum Schluss

Wenn Du eine NFC-Karte besitzt, kannst Du das unerwünschte Auslesen der Daten durch ein eher dickes Portemonnaie erschweren. Es gibt außerdem Hüllen, die eigens für den Schutz physischer NFC-Daten hergestellt werden, damit das Ausspionieren Deiner Daten verhindert wird. Für Handys selbst gibt es allerdings noch keine Schutzmaßnahmen, daher solltest Du beim Mobilen Payment stets vorsichtig agieren, wenn Du es nutzt.

 

 

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