Fühlen wie in Italien – Mein eigener Wein

weinherstellungDie Weinherstellung zu Hause für den Eigenverbrauch ist in Deutschland erlaubt, wer mit eigenem Wein handeln will, der muss eine Genehmigung vorzeigen. Wein selber machen ist als Hobby beliebt, unterschiedliche Früchte vor allem aus dem heimischen Garten können hierfür verwendet werden. Ist die Ausrüstung wie Weinballons und Gärröhrchen einmal angeschafft, kann diese immer wieder genutzt werden. Zwar schwören viele Weinhersteller auf Weinhefe, die ist allerdings nicht immer notwendig. Auch beim Wein selber machen gilt probieren, um die beste Methode für die Weinherstellung zu Hause für sich selber zu finden.

Früchte für die Weinherstellung

Es müssen nicht immer Trauben für den eigenen Wein sein

Es müssen nicht immer Trauben für den eigenen Wein sein

Neben Weintrauben können auch weiße und rote Johannisbeeren, Erdbeeren, Sauerkirschen, Brombeeren, Pflaumen, Äpfel oder auch Hagebutten verwendet werden. Welche Früchte letztendlich verwendet werden, hängt immer vom Geschmack des Hobby-Weinherstellers ab. Wein selber machen hat aber auch mit Zeit und Arbeit zu tun, dessen sollte sich jeder bewusst sein, der mit der eigenen Herstellung von Wein beginnen will.

Für zehn Liter Wein werden benötigt:
-elf Liter Saft von Früchten, frisch gepresst
-eine Flasche Reinzucht-Hefe
-ein Gärbehälter oder Weinballon
-mindestens ein Gärröhrchen
-Flaschen und Korken
-ein bis zwei Kilogramm Zucker.

 

Die Herstellung von Wein

Der frisch gepresste Fruchtsaft lässt sich mit Reinzucht-Hefe zu einem wohlschmeckenden Wein vergären, die Hefepilze verwandeln den im Saft enthaltenen Zucker in Alkohol. Vor der Weinherstellung müssen Weinballon und Gärröhrchen sorgfältig gereinigt werden, dazu kann auch heißes Wasser benutzt werden. Der frisch gepresste Saft wird in den Weinballon gefüllt, mit Trichter geht das immer leichter. Ein kleiner Rest vom Saft wird mit der Weinhefe gemischt und und in den Weinballon gegeben. Auch Zucker kann hier gleich mit gemischt werden, das ganze wird nun gut verrührt, auch das Schwenken vom Weinballon ist möglich, um gut zu mischen, wem das allerdings zu schwer ist, der kann auch mit einem langen Holzlöffel oder Stab das Mischen vornehmen. Anschließend muss der Gärbehälter oder Weinballon luftdicht verschlossen werden. Der Gärverschluss kann dabei aus Gummi oder Korken bestehen, in welchem sich ein kleines Loch für das Gärröhrchen befindet, dieses wird nun mit Wasser aufgefüllt. Dadurch wird vermieden, dass Luft an den angesetzten Wein kommt. Ein warmer Ort zum Aufstellen des Weinballons sollte ebenfalls vorhanden sein, wenn der Ort ideal gewählt wurde, macht sich das mit einem Glucksen im Gärröhrchen bemerkbar, denn nun hat die Gärung begonnen. Eine Kontrolle, ob sich immer noch genügend Wasser im Gärröhrchen befindet, muss regelmäßig erfolgen. Nach einiger Zeit der Gärung setzt sich Trub im Weinballon ab, um den Wein vom Trub zu trennen, wird der Wein nun aus dem Ballon abgezogen, das erfolgt mit einem Weinschlauch. Den Trub nicht mit abziehen, dieser wird weg geschüttet, anschließend erfolgt ein kurzes Spülen vom Weinballon und der Wein wird wieder hinein gefüllt. Um dem Wein die richtige Süße zu verabreichen, wird Zuckerwasser hinzu gefügt. Hierfür wird Zucker mit Wasser kurz aufgekocht und dem Weinansatz zugegeben. Das regt die Gärung vom Wein beim Wein selber machen zusätzlich an. Anschließend muss das Gärröhrchen den Weinballon wieder luftdicht verschließen. Hat sich nach einiger Zeit wieder Trub gebildet, muss dieser so lange entfernt werden, bis der Wein klar bleibt. Bei Bedarf kann beim Abziehen vom Trub immer wieder Zucker zugefügt werden.

Der Abschluss vom Wein selber machen

Mit ein bisschen Übung ist der eigene Wein etwas für besondere Anlässe

Mit ein bisschen Übung ist der eigene Wein etwas für besondere Anlässe

Nach etwa drei bis fünf Wochen hat der Zucker im Saft diesen in Alkohol umgewandelt, danach wird dem Weinansatz beim Wein selber machen noch etwas Ruhe gegönnt, um anschließend vom Trub getrennt zu werden. Nach weiteren Wochen und eventueller Zuckerzugabe gärt der Wein weiter, bis kein Trub mehr vorhanden ist, Nun kann der Wein in Flaschen abgezogen werden, die mit Korken verschlossen werden. Flaschen mit Korken werden liegend gelagert, damit der Korken nicht unnötig austrocknet. Allerdings können auch Flaschen mit Drehverschluss genutzt werden, diese müssen allerdings stehend gelagert werden. Bei mehreren Sorten von Wein empfiehlt es sich immer, kleine Etiketten auf den Flaschen anzubringen, auf dem die Weinsorte und das Herstellungsjahr vermerkt werden.

Der Vorteil vom Wein selber machen ist, dass hier eigene Vorstellungen umgesetzt werden können und vorhandenes Obst verwendet wird. Der Weingenuss kann nun starten und Freunde sowie die Familie können immer wieder mit selbst hergestelltem Wein beköstigt werden. So kann das Flair vom letzten Italien-Urlaub ganz leicht nach Hause geholt werden.

 

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