Der Smartwatch Vergleich-was die klugen Uhren können und was sie kosten

© fancycrave1_pixabay_smart-watch-821557_640Das Jahr 2015 wird aller Voraussicht nach auch zum Jahr der Smartwatches werden. Mittlerweile sind einige der modernen Uhren bereits fest am Markt etabliert, andere hingegen werden in naher Zukunft das Licht der Welt erblicken. Wie viel Potential der Markt aufweist, zeigen zahlreiche große Unternehmen und Marken, die ihre eigenen Modelle bereits präsentiert haben oder diese schon bald veröffentlichen werden. Für Kunden ergeben sich dadurch in erster Linie viele Alternativen und zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Bei einer Smartwatch ist die Optik der Uhr, wie bei klassischen Uhren oft der Fall, aber keinesfalls das einzige Kriterium. Neben der reinen Ästhetik der Uhr spielen vor allem die Technik, das Ökosystem bisheriger technischer Geräte (iOS, Windows oder Android basiert) und persönliche Vorlieben eine entscheidende Rolle. Im Smartwatch Vergleich sollen die einzelnen Stärken, Schwächen und Unterschiede zwischen den bekanntesten Modellen einmal genauer beleuchtet werden.

Bisherige Geräte als Entscheidungskriterium

Wichtig bei der Smartwatch ist: Sie muss mit den bereits gekauften Geräten kompatibel sein

Wichtig bei der Smartwatch ist: Sie muss mit den bereits gekauften Geräten kompatibel sein

Eine persönliche Komponente im Smartwatch Vergleich ist unumgänglich: die Kompatibilität zu bisher angeschafften Geräten. Viele Hersteller binden ihre eigene Watch an vertraute Betriebssysteme, so funktioniert die Apple Watch beispielsweise nur mit iOS (iPhone), während Motorola und LG Watches lediglich mit Android (beispielsweise Samsung oder HTC Smartphones) kompatibel sind. Eine Smartwatch kann ihre komplette Stärke immer nur dann ausspielen, wenn sie sich tatsächlich mit bisherigen Geräten verbinden lässt. Für Nutzer des iPhones kommt daher, unabhängig von individuellen Stärken und Schwächen, immer nur Apples iWatch in Frage. Mit der Pebble Steel existiert zwar auch ein Modell, welches mit allen drei großen Betriebssystemen funktioniert, dafür wird diese aber auch von keiner der großen Marken produziert. Android-Nutzer mit einem Smartphone von beispielsweise LG, HTC oder Samsung haben aufgrund der Android-Kompatibilität vieler Smartwatches wesentlich mehr Alternativen zur Auswahl. Die bisherige (und künftig zu erwartende) Gerätepalette im eigenen Haushalt ist beim Kauf also ein entscheidender Faktor, der keinesfalls hinten anstehen sollte. Nur durch eine Kompatibilität der Betriebssysteme einzelner technischer Geräte kann die Smartwatch auch tatsächlich in vollen Zügen genutzt und genossen werden.

Die Smartwatches im Vergleich

Verglichen werden insgesamt fünf Modelle der fünf großen Hersteller:

– die Apple Watch von Apple
– die G Watch R von LG
– die Moto 360 von Motorola
– die SmartWatch 3 von Sony
– die Gear S von Samsung

Bis auf die Apple Watch sind alle weiteren Modelle mit Android 4.3 oder neueren Versionen kompatibel. Die Apple Watch funktioniert mit der jeweils aktuellen Version vom iOS.

Auflösung, Akkulaufzeit und Gewicht

Die Apple Watch hat eine hohe Auflösung, jedoch eine geringere Akkulaufzeit im Vergleich zu der Konkurrenz

Die Apple Watch hat eine hohe Auflösung, jedoch eine geringere Akkulaufzeit im Vergleich zu der Konkurrenz

Sowohl die SmartWatch 3 als auch die LG G Watch R kommen mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln aus. Das Moto 360 Modell hinkt mit 320 x 290 Pixeln minimal hinterher, was in der Praxis aber einen kaum sichtbaren Unterschied darstellt. Sowohl die Gear S als auch die Apple Watch arbeiten mit einer hohen Auflösung. Im Falle der Gear S misst diese insgesamt 393 ppi, während die Apple Watch je nach Version entweder mit 340 x 272 oder mit 390 x 312 Pixeln arbeitet. Die Auflösung spielt unter anderem für Detailschärfe im Display eine entscheidende Rolle, wobei sie auch immer in direkter Verbindung mit der eigentlichen Größe der Uhr steht.

Klare Abstriche müssen sowohl bei der Samsung als auch bei der Apple Uhr bei der Akkulaufzeit gemacht werden. Beide Uhren fallen hier deutlich ab, wobei die Gear S von Samsung sogar nur eine Akkulaufzeit von knapp 16 Stunden aufweisen kann. Etwas besser, im Vergleich immer noch aber deutlich hinterherhinkend, ist die Apple Watch mit insgesamt 18 Stunden. Sowohl LG als auch Sony und Motorola zeigen wie es besser geht: die Sony SmartWatch 3 hält satte 48 Stunden von einer vollständigen Aufladung bis zur nächsten, während selbst die zweitplatzierte G Watch lediglich 30 Stunden aufzuweisen hat. Im gesunden Mittelfeld befindet sich die Moto 360, die eine offizielle Akkulaufzeit von immerhin 24 Stunden besitzt. Deutlich wird hier dennoch, dass Apple und Samsung durchaus noch viel Luft nach oben haben, um ständiges Aufladen, teils sogar zweimal am Tag, zu unterbinden.

Beim Gewicht nehmen sich alle Modelle nicht ungemein viel. Der Branchenstandard von circa 50 Gramm wird nahezu konsequent eingehalten, vor allem die Moto 360 und die Apple Watch sind hier anzutreffen. Das Modell von Sony ist etwas leichter (45 Gramm), während die LG G Watch 3 satte 64 Gramm am Handgelenk wiegt. Bis auf das Sony SmartWatch 3 Modell ist außerdem keine Uhr vollständig wasserdicht. Die Sony Uhr erhält das Siegel ip68, während die G Watch R und Moto 360 eine teilweise Wasserdichtung (ip67) erhalten. Die Apple Watch ist mit ipX7 als nicht wasserdicht klassifiziert und sollte beim Duschen lieber komplett abgelegt werden. Schnittstellen, Schrittzähler und Kompass gehören bei den modernen Uhren hingegen zur Standardausrüstung.

Preisliche Unterschiede bei den Modellen

Die Smart Watch 3 von Sony schneidet im Vergleich am besten ab: Sie ist die günstigste Variante und ist perfekt für Einsteiger

Die Smart Watch 3 von Sony schneidet im Vergleich am besten ab: Sie ist die günstigste Variante und ist perfekt für Einsteiger

Mittlerweile kaum mehr überraschend, ragt vor allem die Apple Watch mit einem beachtlichen Preis hervor. Bei der klassischen Apple Watch muss mit mindestens 650 Euro gerechnet werden, je nach Stil und Armband kann dieser Preis sogar auf rund 1.200 Euro ansteigen. Damit kostet die Apple Watch allein fast so viel wie alle anderen Smartwatches in diesem Vergleich zusammen – je nach Modell sogar mehr! Die Sony SmartWatch 3 ist das günstigste Modell in diesem Vergleich. Sie ist schon für rund 180 Euro zu haben und damit das perfekte Einstiegsmodell. Die Moto 360 von Motorola ist mit knapp 200 Euro kaum teurer und stellt das Mittelmaß. Für die LG G Watch R und das Modell von Samsung muss ein wenig tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die G Watch 3 kostet aktuell (Stand Juni 2015) rund 250 Euro, während die Gear S mit rund 260 Euro zu Buche schlägt. Im Preis-/Leistungsverhältnis weiß vor allem die SmartWatch 3 von Sony zu begeistern. Zwar erzielt sie in keiner Kategorie einen absoluten Bestwert, siedelt sich aber stets im oberen Feld an. Der gute Akku, die einfache Bedienung und Schnittstellen für WLAN machen diese Uhr zum perfekten und finanzierbaren Einstiegsmodell. Da die Uhr einfach via MicroUSB statt Ladeschale aufgeladen wird, lässt sich die Uhr zudem sehr unkompliziert, schnell und flexibel aufladen.

 

Bildquellen:

Bild 1: © fancycrave1 / pixabay.com
Bild 2: © Halfpoint / shutterstock.com
Bild 3: © charlie0111 / pixabay.com
Bild 4: © Unsplash / pixabay.com

 

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One Response to Der Smartwatch Vergleich-was die klugen Uhren können und was sie kosten

  1. Manfred Helders sagt:

    Da ich ein iPhone besitze kam für mich wenn dann immer nur die Apple Watch in Frage. Jedoch bin ich von der ersten Version bei weitem nicht überzeugt und warte lieber ab, was Apple so mit der zweiten Version ins Rennen schickt. Definitiv muss die Akkulaufzeit verbessert werden, eine Uhr jede Nacht an den Strom zu hängen ist für mich ein NoGo. Ein Freund hat die Pebble Steel und damit eigentlich recht zufrieden, zumal die Akkulaufzeit wirklich Bombe ist!

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