Was können Apple TV und Google Chromecast?

Mit Apple TV und Google Chromecast bieten die beiden Technikgiganten Smart TV-Lösungen an, die den Fernseher in die multimedialen Welten von Welten von iOS oder Android einbinden – mit dem Amazon Fire Stick bietet das Onlineversandhaus übrigens ein sehr ähnliches Konkurrenzprodukt. Wenn Sie sich also für eine Streamingbox interessieren, dann finden Sie im Folgenden einen Vergleich der beiden derzeit größten Konkurrenten.


 
 

Zwei Streamingboxen im Vergleich

Apple TV und Chromecast funktionieren dabei prinzipiell sehr ähnlich, sie werden beide an den Fernseher angeschlossen und erlauben Zugriff auf Apps wie Netflix, YouTube und Co. und erlauben etwa dem Smartphone den Zugriff auf den Fernseher. Das kann etwa zum Mirroring eingesetzt werden, wobei der Inhalt des Smartphones auf den Fernseher gestreamt wird. Wenn der Fernseher noch an Boxen angeschlossen ist, machen die beiden Streamingboxen den Fernseher so zum Mittelpunkt des multimedialen Homes.
Kompatibel sind beide Geräte mit allen neueren Fernsehern, die über einen HDMI-Anschluss verfügen, solange diese hochauflösend sind. Sind Sie Besitzer eines Smart-TVs, der ja von hause aus Apps installiert hat, könnte sich für Sie also durchaus die Frage stellen, wie sinnvoll Chromecast bzw. Apple TV als zusätzliche Anschaffung sind. Beide Boxen bieten einige exklusive Zusatzservices, die maßgeschneidert auf das jeweilige Ökosystem sind.

Macht Apple TV den Fernseher zum iTV?

Bild Apple TV

Mit Hilfe von Apple TV können Apps und Filme auf den Fernseher gestreamt werden

Eines vorweg: Nur in den seltensten Fällen ist der Apple TV der Einstieg in die Produktwelt von Apple. In der Regel sollten Sie also zumindest ein iPhone besitzen, dann lohnt sich die Anschaffung eines Apple TV erst. Je mehr Geräte von Apple sie besitzen, desto besser, denn mit dem Apple TV bindet sich der Fernseher ideal in das heimische Netzwerk ein, Sie können alle Inhalte nun problemlos auf den Fernseher streamen – das geht etwa auch von einem MacBook aus, so wird der Fernseher zum zweiten Monitor.

Preislich, das dürfte nicht überraschen, ist der Apple TV etwas teurer als die Konkurrenz. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Modelle, das Einstiegsmodell dient nur als Streamingbox und kostet 79,- Euro. Im Umfang ist auch Apples alte, aber nach wie vor toll designte Fernbedienung enthalten. Mit der lassen sich auch alle Macs mit Infrarotport steuern. Die teurere Version kostet je nach Speicher 179,- Euro (32GB) oder 229,- Euro (64GB). Dieser interne Speicher ist auch nötig, denn dank des A8 Chips funktionieren auch viele iOS Apps auf dem Apple TV. Das betrifft vorrangig Spiele, grafisch kann das richtig schön sein; auch wenn die Spiele nicht mit aktuellen Konsolengenerationen mithalten können. Kleines Manko: Spiele sind im Speicher, den sie einnehmen dürfen, limitiert und durch das ständige Packen und Entpacken der Pakete entstehen oft lange Wartezeiten. Wenn Sie nur zum Entspannen nach Feierabend mal etwas spielen wollen, ist das aber eine nette Zusatzoption, vor allem wenn Sie im iTunes Store schon viele Apps gekauft haben. Auch die Fernbedienung beim „großen“ Apple TV ist neu, verfügt über eine Sprachsteuerung für Siri und einen Bewegungssensor, kann also für Games geschwungen werden.
Außerdem haben Sie mit Apple TV Zugriff auf alle im iTunes Store gekauften Musikstücke und Filme, auch Apple Music ist vorinstalliert. Zum Umfang gehören natürlich auch noch Apps wie Netflix, YouTube, Vimeo und Co.
Auch das Design ist so, wie man es von Apple gewöhnt ist. Der Apple TV ist eine dezente, schwarze Box, die sich neben dem Flat Screen wahrlich nicht verstecken muss.

Die kleine AlleskönnerkonkurrenzChromecast

Bild Google Chromecast

Google bietet mit Chromecast einen Alleskönner zur Konkurrenz von Apple TV

Googles Chromecast, früher ein Stick, heute eher ein Button, ist schon einmal deutlich kleiner (und deutlich günstiger) als der Apple TV. Mit gerade einmal 39,- Euro ist der Chromecast nur halb so teuer wie der günstigere Apple TV, verfügt aber ebenfalls über vorinstallierte Apps wie Spotify, Netflix oder YouTube.
Es gibt auch für Chromecast mit iTunes vergleichbare Services wie Google Cast Games oder Google Movies, allerdings hat Apple hier klar den Vorsprung. So ist es bei Chromecast zwar problemlos möglich, Games vom Android-Phone auf den Fernseher zu streamen, eine Auswahl an dedizierten 3D-Spielen für Chromecast gibt es aber nicht, in Sachen Hardware hat Apple hier die Nase vorn.
Das bringt natürlich das Problem mit sich, dass die Apps auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner installiert werden müssen, um dann anschließend auf Chromecast abgespielt zu werden. In der Regel haben die streamenden Geräte zwar eine bessere Hardware, werden aber oft auch für andere Tätigkeiten genutzt (Arbeiten, Telefonieren, …). Das schränkt dann eben auch die Nutzung von Chromecast ein.
Dafür ist Chromecast nicht so sehr an ein festes System gebunden wie der Apple TV, das Streaming funktioniert nämlich nicht nur von Android aus. Auch Windows-PCs, Macs oder iOS-Geräte können auf Chromecast streamen. Das macht Chromecast deutlich flexibler, vor allem wenn Sie im Haushalt viele verschiedene Betriebssysteme nutzen.
Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang von Chromecast nicht enthalten, hier dienen Smartphone oder Tablet als Fernbedienung. Das können Sie je nach Situation als Vor- oder Nachteil sehen.
Da Chromecast nur ein schwarzer (oder roter oder gelber) Button ist, kann dieser auch dezent hinten am Bildschirm verschwinden und nimmt keinen zusätzlichen Platz weg.

Den Fernseher ein bisschen smarter machen

Apple TV und Chromecast bieten Ihnen dank der vielen Apps viele Möglichkeiten, auch Smart TVs noch ein bisschen vielseitiger zu machen. Da die High-Tech-Riesen Google und Apple hinter den Geräten stehen, gibt es regelmäßig Updates, neue Apps und riesige Mediatheken, aus denen Sie Apps, Filme und Musik schöpfen können.
Dennoch unterscheiden beide sich in wichtigen Punkten: Chromecast ist ein günstiges Streaminggerät, das sehr flexibel ist, während der Apple TV zwar teurer ist, dafür aber auch ohne Smartphone oder Tablet viele Möglichkeiten bietet und sich eben auch autark nutzen lässt.

 

Bildquellen:

Bild 1 : by Mikepanhu, via Wikimedia Commons

Bild 2 : by Jon Lee Clark, via Wikimedia Commons

Bild 3 : by Y2kcrazyjoker4, via Wikimedia Commons

Über 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.