Xbox One – Konkurrenz für Wii U und Playstation 4? (inkl. Update vom 20.6.13)

Xbox One

Die Xbox One wurde am 21. Mai 2013 vorgestellt und ist der Nachfolger der Xbox 360. Sie gehört der achten Konsolengeneration an, direkte Konkurrenten sind die Sony Playstation 4 und die Nintendo Wii U. Erscheinen wird die Xbox One Ende 2013 in 21 Ländern zu einem Preis von 499 Euro.

Update 21.06. – die Rolle rückwärts

Nach anschwellender Kritik in Form eines „Shitstorms“ hat Microsoft nun zurückgerudert. In einer Stellungnahme kündigt Don Mattrick, Microsofts President of Interactive Entertainment Business an, die umstrittene Accountbindung von Spielen ebenso wie den Onlinezwang („Always on„) fallen zu lassen. Die Änderungen sollen mit einem Day One Patch direkt nach dem Anschließen zuhause behoben werden. Microsoft besinnt sich also auf die Tugenden und Stärken, die den Vorgänger Xbox 360 so erfolgreich gemacht hat. Ob man damit den angerichteten Imageschaden wieder gutmachen kann, oder ob es sich bei der Xbox One trotzdem um eine Totgeburt handeln wird, bleibt abzuwarten. Erfreulich ist jedoch, dass vehementer Protest in dieser Branche offensichtlich doch Wirkung zeigen kann.

 

Ursprüngliche Meldung:

Die Hardware der Xbox One

Die Xbox One wird von einer AMD APU mit acht Kernen, x86 Architektur, 64-Bit und einem Radeon HD Grafikteil auf einem Chip (SoC) angetrieben. Der Grafikteil der APU beherrscht DirectX 11.1 und wird von 32 MB eSRAM unterstützt. Dieser soll den langsameren 8 Gbyte großen DDR3-2133 Arbeitsspeicher entlasten. Bei diesem sind 3 GByte jedoch dauerhaft für das Betriebssystem reserviert, weswegen Spiele nur auf maximal 5 Gbyte zurückgreifen können. Gespeichert wird auf eine 500 GB großen und nicht wechselbaren Festplatte. Auch Kinect hat ein Update erfahren und wird als Kinect 2.0 diesmal direkt mit jeder Xbox One verkauft. Die Auflösung der Kamera erhöht sich auf 1080p und arbeitet genauer, so dass ab jetzt sechs Personen gleichzeitig erkannt werden. Sogar der Herzschlag soll erkannt werden.

Input and Output

Daten gelangen über ein Blu-ray Laufwerk zur Xbox One, oder aber über USB 3.0, Gigabit Lan, Bluetooth und HDMI. Zur Bildanzeige gibt es einen HDMI Ausgang mit einer maximalen Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln, jedoch keinen Composite oder Komponentenausgang. Gesteuert wird die Xbox One entweder über den neuen Controller, der sich sehr an das Gamepad der Xbox 360 anlehnt. Jeder Knopf wird jedoch einzeln von einem Motor angesteuert und zum Vibrieren gebracht. Kinect 2.0 kann ebenfalls genutzt werden, um mit der Konsole in Kontakt zu treten. Dabei ist Kinect 2.0 immer aktiv, selbst, wenn sich die Xbox One im Sleep-Mode befindet.

Die Xbox One und der Gebrauchtmarkt – keine Freunde

Auf die Präsentation der Xbox folgte nicht unerhebliche Kritik. So muss die Konsole spätestens alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden werden. Ansonsten startet sie nicht. Zudem werden die Spiele anhand einer Seriennummer mit dem Account eines Spielers verknüpft. Der Weiterverkauf an Andere als Gebrauchtspiel verfällt somit von vornerein. In einigen Ausnahmefällen wird es jedoch über zertifizierte Händler (z. B. Gamestop) trotzdem möglich sein. Genaueres ist noch nicht bekannt. Deswegen, und nicht zuletzt wegen der dauerhaften Aktivität von Kinect, wurde viel Kritik an Microsoft geübt. Da ließ es sich der Konkurrent Sony natürlich nicht nehmen, bei seiner eigenen Präsentation der Playstation 4 auf der E3 darauf hinzuweisen, dass keine Unterdrückung des Gebrauchtmarktes stattfindet. Und natürlich wurde auch auf den Preisunterschied von 100 Euro hingewiesen, denn die Xbox One ist mit 499 Euro teurer als die Playstation 4.

 

Bildquelle: Microsoft

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