WWDC die Zweite – Mehr über die Neuerungen beim Hardwareriesen

Am Montag hat Apple die  neue Vertreter seiner Betriebssysteme iOS und Mac OS X vorgestellt. Erwartungsgemäß hat der Konzern das Mac Pro, als auch MacBook Air gründlich überarbeitet. Die deutlich interessantere Neuerung ist sicherlich das internetbasierende iWork, die Appleeigene Version von Google Drive. Das bereits länger erwartete „iRadio“ wurde auf der WWDC als „iTunes Radio“ präsentiert. Hierbei handelt es sich um ein Internetradio im Stile von Pandora, welches nun schon  immerhin auf dem US-Amerikanischen Markt vertreten ist. Eine sinnvolle Ergänzung des Portfolios, insbesondere iTunes. Apple ist es dazu offensichtlich gelungen, Exklusivverträge mit einigen Musikern abzuschließen, welche  bei den Streaming-Diensten der Konkurrenz nicht verfügbar sein werden – z.B. Led Zeppelin.

Apple-Chef Tim Cook bestritt am Montag seine nunmehr zweite Eröffnung der „WWDC“ der „Post Steve Jobs“ Ära. Von der „Keynote“ der Apple-Entwicklerkonferenz „World Wide Developers Conference“ erwarten Analysten und Apple Jünger regelmäßig große Produkt-Neuigkeiten. Die Erwartungshaltunge an den einstigen Marktführer wächst – die direkte Konkurrenz aus dem Android-Lager ist mittlerweile an Apple vorbeigezogen und Apple beötigt dringend eine Produkt-Innovation, welche der Apfelkonzern früher nahezu jährlich präsentiert werden konnte. Im Vorfeld der WWDC sank der Aktienkurs stark ab.

Erwartungsgemäß wurde also die Präsentation der neuen iPhone-System-Version iOS 7 vom Publikum mit großer Spannung erwartet. Der Erzfeind Samsung hat in den vergangenen beiden Jahren die Messlatte bei Software-Neuerungen höher gelegt – das Galaxy S4 beherrscht Augen- und Gesten-Steuerung und bietet Fotografie-Spielereien ohne Ende.

Revolution des iOS?

Nach dem üblichen Lobhudelei auf den eigenen Konzern – iOS-Nutzer Shoppen, mehr, nutzen ihre Smartphones, Tablets und Macbooks länger und sind sowieso die zufriedensten Nutzer  – kam der CEO zum Entscheidenen: iOS 7 ist die größte Innovation seit der Einführung des iOS, erklärt Cook. Der verantwortliche Chefdesigner John Ive, welcher sein neustes Werk persönlich im Video präsentierte, ist der Ansicht, dass in der Einfachheit die Schönheit läge. Die digitale Tastatur durchlebt eine Farbwechsel zu weiß, die Schrift ist klarer, die neuen Icons sind weniger verspielt und  zweidimensional.

Einer Runderneuerung unterzogen wurden zudem der Kalender, Safari, die Wetter-App, und das Multitasking, welche jetzt in übersichtlichen Vorschaukarten dargestellt wird,  was ein wenig an Android erinnert.

Siri wird männlich

Siri ist nun kein weiblicher Sprachassistent mehr, der Nutzer kann sich zwischen einer Männer- und einer Frauenstimme unterscheiden. Die neue Kamera-App kann u.a. quadratische Fotos knipsen, welche wiederum auf die Foto-App Instagram ausgelegt sind. Zudem werden Bilder automatisch in Fotoalben, welche Apple „Moments“ nennt, eingeordnet, basierend auf Datum und Ort. Fotos können nun einfacher mit anderen iOS-Nutzern geteilt werden, Bilder werden einfach in einen sogenannten  „Foto-Stream“ geladen.

Verfügbar wird iOS 7 im Herbst sein – für das iPhone 5, 4, 4S , sowie das iPad 2 und 3, Mini und den iPod Touch ab der fünften Generation.

MacBook mit längerer Akkulaufzeit

Herausstechendes Merkmal des neuen  MacBook Air soll der extrem leistungsstarke Akku sein, welcher Energie für einen ganzen Tag liefern soll – je nach Größe des Display gibt Apple die Akkulaufzeit von zwischen 5 und zu 12 Stunden an. Der Prozessor  Intel „Haswell“ ist innerhalb des MacBook Air verbaut.  Der Preis in den USA für das 11-Zoll-Modell  wird ab rund 1000 Dollar, für das 13-Zoll-Modell ab rund 1100 Dollar angegeben.

Einige US- Medien lästerten bereits, dass das neue MacBook Pro wie eine „Kaffeemaschine“ aussähe, und in der Tat hat Apple schon länger nichts am zylinderförmigen Aussehen des Mac Pro getan. Im Hochleistungs-Mac ist ein 12-Kern-Prozessor von Intel verbaut und unterstützt bis zu 3 Super-HD-Displays mit 4K-Auflösung. Mehr Details gab es zu dem neuen Pro Modell jedoch nicht.

Mac OS X – „Maverick“

Das Betriebssystem der nächsten Generation wird auf den Namen Mac OS X 10.9 („Mavericks„) hören. Als Neuerungen wurden iBooks, Apple Maps und ein Tag-System angekündigt, welches mittels mit Schlagwörtern Ordner und Dateine  besser finden soll. In der iCloud „Keychain“ können Nutzer sich Login-Daten, Bank-Daten und andere geheime Informationen sicher verwalten. „Pushups“ von iPhone- und iPad Apps werden unter „Mavericks“ auch angezeigt. Andere Anwendungen wie der Kalender wurden ebenfalls redesignt. Zudem gibt es eine bessere Kompatibilität mit anderen Monitoren – über Apple TV lässt sich das TV Gerät problemlos als zweites Display nutzen. Aktualisiert wurde auch der Appleeigene Browser Safari, so wurden u.a. die Bookmarks verbessert. Die fertige Version von OS X „Mavericks“ wird im Herbst diesen Jahres zum Downloaden verfügbar sein.

Über 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.