Wii U: Der Zwerg neben Xbox One und Playstation 4?

Die Wii U tritt die Nachfolge der Wii an und ist Nintendos sechste Konsole. Sie gehört zur achten Konsolengeneration und steht damit in Konkurrenz zur Sony Playstation 4 und Microsoft Xbox One. Sie erschien im November und Dezember 2012 für 299 Euro in der Basis-Version und 349 Euro in der Premium-Version.

Die Hardware der Wii U

Im Gegensatz zur x86 Hardware der Konkurrenz setzt Nintendo auf eine stetige Evolution und bleibt der PowerPC-Architektur von IBM treu. Diese liegt nun in der dritten Generation vor (G3) und wurde in dieser Weise schon beim Gamecube und der Wii genutzt. Die Wii U setzt also auf eine Architektur von 1997, wobei der Chip im moderneren 45 nm Verfahren hergestellt wird und 33 mm² an Platz benötigt. Damit ist der gesamte Hauptchip genauso groß wie ein einzelner Kern der Xbox 360. Der Hauptprozessor der Wii U hingegen beherbergt drei Kerne mit jeweils 1,2 GHz und hört auf den Codenamen „Espresso“. Die Grafik wird, wie bei Gamecube und Wii auch, von einer AMD-Radeon mit dem passenden Codename „Latte“ übernommen. Diese taktet bei der Wii U mit 550 MHz und kann auf einen sehr schnellen eDRAM auf demselben Die zurückgreifen. CPU und GPU stehen als RAM 2 GByte DDR3-1600 zur Seite, wobei 1 GByte fest für das Betriebssystem zur Verfügung steht. Während des Spielens teilen sich CPU und GPU die verfügbaren 1 GByte. Die günstigere Basis-Version (weiß) verfügt über einen 8 Gbyte großen Speicherplatz, während die schwarze Premium-Version mit 32 Gbyte Flashspeicher daherkommt.

Input and Output

Spiele gelangen über ein proprietäres Format in Form einer CD/DVD zur Konsole. DVDs oder Blu-Rays können hingegen nicht abgespielt werden. Zudem gibt es vier USB 2.0 Ports um Peripherie anzuschließen. Die Bildausgabe erfolgt über HDMI, Komponenten, RGB oder AV, während die Tonausgabe bei der Wii U auch über Toslink erfolgen kann. Als Hauptcontroller kommt das neue Wii U Gamepad zum Einsatz, welches einen 6,2 großen Touchscreen bietet. Ansonsten bietet er alle Tasten, die auch von der Wii bekannt sind. Über Infrarot und eine neue TV-Taste kann der Fernseher gesteuert werden. Zudem befinden sich im Wii U Controller eine Kamera, Lautsprecher und ein Kopfhöreranschluss. Auf der technischen Seite befindet sich im Controller zudem noch ein NFC-Chip, um eventuell mit entsprechenden Smartphones in Kontakt zu treten. Durch den Touchscreen ergeben sich im Gegensatz zur Wii neue Möglichkeiten. So dient das Display in Spielen als Erweiterung des Bildschirms, auf dem zum Beispiel eine Karte angezeigt wird. Außerdem kann man auch nur mit dem Gamepad spielen, indem das Bild von der Konsole gestreamt wird. Der Fernsehen kann in der Zeit etwas ganz anderes darstellen. Weitere Steuerungsmöglichkeiten sind die Wiimotes des Vorgängers, der neue Wii U ProController und das Wii BalanceBoard.

David gegen Goliaths?

Die Wii U wurde auf der E3 2011 und damit ganze zwei Jahre vor der Vorstellung der beiden anderen Next-Gen Konsolen (auf der E3 2013) vorgestellt. Es sollte jedoch knapp 1 ½ Jahre dauern, bis die Konsole auf dem Markt kam. Die Hardware ist dabei verhältnismäßg schwach, wenn man sie mit anderen Konsolen vergleicht. So konnte man zwar mit der Playstation 3 und der Xbox 360 anscheinend gleichziehen, hängt aber im Prinzip eine ganze Generation hinterher. Denn die Playstation 4 und die Xbox One verfügen über weitaus mehr Rohleistung als „Espresso“ und „Latte“. Nintendo versucht hingegen über die Steuerung und das einzigartige Gamepad zu punkten. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Strategie erfolgreich ist.

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