Von der Muskete zum Husqvarna Rasenmäher

Schaut man sich die Geschichte der schwedischen Firma Husqvarna AB an, so könnte man meinen, dass das Portfolio keine Branche ausgelassen hat. Das Programm reicht von Husqvarna Rasenmähern über Nähmaschinen, Motorrädern, Kettensägen bis hin zu Mikrowellenherden. Diese Vielfalt ist angesichts der langen Tradition und der enormen Kreativität, die das Unternehmen über die Jahrhunderte hinweg gezeigt hat, auch kein Wunder.
Jahrhunderte?
Husqvarna wurde bereits 1689 gegründet und begann mit der Produktion von Musketen. Wer auf das Logo schaut, blickt sozusagen frontal auf den Gewehrlauf. 1872 kamen gusseiseren Haushaltsgeräte und Nähmaschinen dazu. Noch vor der Jahrhundertwende begann man mit der Produktion von Fahrrädern. Es folgten 1903 Motorräder (diese Sparte mit den berühmten Geländemaschinen ist über Umwegen inzwischen in die Hände von BMW gelangt, wobei die Bayern die Eigenständigkeit von Husqvarna beibehielten). Zum Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Norrahammarer Stahlwerke übernommen. So konnten auch Handrasenmäher und Kessel produziert werden. Während des Zweiten Weltkrieges folgte eine Konzentration des Angebots auf die Entwicklung und Herstellung von Haushaltsgeräten. Das dauerte einige Jahre an, bis man das Programm um Sintermetallprodukte erweiterte. Ende der 1950er Jahre überraschte Husqvarna die Welt mit der ersten selbstproduzierten Kettensäge und dem Mikrowellenherd. 1977 übernahm dann die Electrolux-Gruppe die schwedische Traditionsfirma und setzte die Herstellung von Elektro-Haushaltsgeräten fort. 2006 kauft wiederum Husqvarna Gardena auf. Wenn heute Husqvarna für Garten- und Waldgeräte steht, dann darf dabei nicht vergessen werden, was noch so alles in der langen Firmengeschichte die Werkshallen verließ: Rasenmäher & Rasenroboter, Küchenherde & Öfen, Eismaschinen, Bügeleisen, Gusstöpfe & -pfannen, Motorkettensägen, Außenbordmotoren, Fleischverarbeitungsmaschinen, Mopeds & Fahrräder, Jagd- sowie andere Feuerwarfen und natürlich auch die Motorräder, die schon Anfang des 20. Jahrhunderts mit Rekorden auf die Firma aus dem hohen Norden Europas aufmerksam machten.
Wer sich heute für einen Husqvarna Rasenmäher interessiert, sollte dabei nicht nur an vielleicht verstaubte Traditionen denken. Immerhin geht es, wie bei den Musketen, um die höchst präzise Materialverarbeitung. So verwundert es kaum, dass die Schweden nicht nur Privatkunden beliefern. Landwirte und Grundbesitzer erwarten schon ein deutliches Plus an Qualität und Leistung. Die Kunden aus dem Bereich Forst- und Landschaftspflege verlangen Produkte, mit denen man tagtäglich stundenlang arbeiten kann. Die damit einhergehende Verarbeitung und das Knowhow ist auch in jedem Husqvarna Rasenmäher wiederzufinden. Auf dieses Qualitätsniveau ist Verlass, denn sicherlich sind die Stockholmer nicht auf den schnellen Euro durch den Verkauf von Billigprodukten angewiesen.

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