Videoüberwachung im privaten Haushalt

Wer einmal in London war, weiß: Totale Videoüberwachung ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Utopie ist wahr geworden, an jeder Ecke blickt man ins Objektiv. Doch auch in deutschen Großstädten prägen die meist eckigen Überwachungskameras das Stadtbild. Auf großen Plätzen, in der U-Bahn, an der Tankstelle, im Bus – überall werden wir überwacht, um die Sicherheit zu erhöhen. In vielen Fällen bringt das Erfolg, so streitbar der Einsatz manchmal auch sein mag.

Besonders im Einzelhandel, als Schutz gegen Diebstahl, reicht oft schon die Erwähnung von Videoüberwachung aus, um den durchschnittlichen Dieb abzuschrecken. Ein Schild „Hier wird videoüberwacht“ wirkt wahre Wunder – selbst wenn die Kameras nur Attrappen sind. Langfinger suchen sich dann lieber andere Orte, also leichtere Opfer.

Vor allem für große, unüberschaubare Läden ist es wichtig, sich zu schützen, denn Diebstahl kann ein großes Loch in die Bilanz reißen, besonders Elektroartikel, Parfüm und Kleidung sind heiß begehrt. Wenn der Ladenbesitzer es sich leisten kann, stellt er unterstützend noch einen Ladendetektiv ein. Denn auch die besten Sicherheitssysteme bringen nichts, wenn es kein menschliches Personal gibt, dass diese kontrolliert und den Dieb im Ernstfall stellt.

Auch in privaten Haushalten hält die Videoüberwachung Einzug. Neulich besuchte ich einen Bekannten, der in einem Mehrfamilienhaus wohnt, an dessen Eingangstür eine Kamera angebracht war. Jeder Anwohner im Haus kann so auf Knopfdruck sehen, wer sich vor der Tür befindet – das ist sozusagen eine Fortentwicklung der Gegensprechanlage. Ohne preiszugeben, ob man zuhause ist, kann man nun erkennen, ob da gerade der Postbote geklingelt hat oder nur ein Vertreter.

In diesem Fall handelt es sich übrigens nicht um ein kantiges Modell, die Überwachungskamera ist fast unsichtbar an der Haustür angebracht, so dass sie die Optik der Hausfassade nicht stört. Wer nicht wüsste, dass er dort gefilmt wird, merkt dass in den meisten Fällen sicherlich gar nicht.

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