Risiken vom Alkoholkonsum – Folgen von Alkohol

In unserer Gesellschaft werden sehr viele alkoholische Getränke getrunken. Fast überall, wo man hinschaut, wird Alkohol angeboten oder beworben. Ohne alkoholische Getränke scheint es keine Feier mehr zu geben und ein gemütlicher Abend kann scheinbar nicht mehr ohne ein Bier oder ein Glas Wein verbracht werden.
Gerade junge Menschen trinken immer früher Alkohol und machen sich über eventuelle Folgeschäden oder Erkrankungen, die durch einen regelmäßigen Alkoholkonsum entstehen können, kaum Gedanken. Ihnen wird ja von den Erwachsenen und den Medien auch suggeriert, dass Alkohol zu einen glücklichen und zufriedenen Leben dazu gehört. Darum braucht man sich ja auch nicht zu wundern, wenn die Aufklärung an den Schulen oder Jugendcenter oft nicht greift, wenn die Vorbildwirkung der erwachsenen Menschen nicht immer vorhanden ist. Doch die Folgen von Alkohol können sehr massiv sein und sollten keineswegs unterschätzt werden.

Neben den körperlichen Krankheiten, die durch den Alkoholkonsum entstehen können, kann durch den Alkohol auch eine Suchterkrankung aufkommen. Eine Alkoholabhängigkeit ist eine sich langsam einschleichende Krankheit, die einmal eingetreten ist, nur durch ein dann völlig alkoholfreies Leben zum Stillstand gebracht werden kann.
Heutige alkoholkranke Menschen schaffen dieses Ziel eher selten, weil es nicht reicht, einfach nicht mehr zu trinken, sondern auch viele Veränderungen in den Gedanken und Handlungen erforderlich sind. Sich diesen Lebensveränderungen zu stellen, bedarf einer Einsicht für sich selbst, die Veränderungen im eigenen Leben für sich selbst und nicht nur auf äußeren Drück machen zu wollen.

Jeder, der Alkohol wegen der bewusstseinsverändernden Wirkung konsumiert, begeht im Grunde schon Alkoholmissbrauch, weil eben diese Wirkung ausgenutzt wird, um Gedanken und Gefühle zu verändern. Die Frage, ob man Alkohol zu einem zufriedenen Leben wirklich braucht, kann sich nur jeder selbst beantworten. Das Risiko zur Alkoholabhängigkeit trägt jeder für sich selbst.

Wer trinkt, der schadet seinem Körper. Und das ganz bewusst, denn die meisten wissen, dass übermäßiges Trinken von Alkohol negative Auswirkungen hat. Doch welche Folgen Alkohol genau haben kann, das wissen die Wenigsten.

Folgen von ALkohol: Gesundheitliche Risiken

Zu hoher Alkoholkonsum hat immense gesundheitliche Auswirkungen. Bluthochdruck, Übergewicht, also der klassische Bierbauch, Entzündung der Magenschleimhaut und Herzmuskelerkrankungen sind nur einige davon. Hinzu kommen mehrere Lebererkrankungen, wie Verfettung und Verhärtung, was zu Leberzirrhose führen kann. Außerdem kann man Gehirnschäden davon tragen. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sind keine Seltenheit, es kann aber auch zum starken Abbau der geistigen Fähigkeiten kommen. Auch Krebs in Leber, Darm, Speiseröhre oder anderen Körperteilen können von erhöhtem Alkoholkonsum herrühren. Hinzu kommt, dass man Impotent werden kann.

Psychische Auswirkungen

Wer übermäßig Alkohol verzerrt wird reizbarer, unzuverlässiger und misstrauischer. Es kann sogar zu Depressionen und Psychosen kommen. Der Betroffene pflegt nur noch seinen Alkoholkonsum und stellt andere Dinge wie Familie, Beruf und Freunde hinten an. Abhängige leiden unter Halluzinationen und Verwirrtheit. Ihn plagen Schuldgefühle, die ihn letztendlich sogar in den Selbstmord treiben können. Es kommt zu einer Minderung von visuell räumlicher Wahrnehmung, das Abstraktionsvermögen sinkt und auch Persönlichkeitsveränderungen können auftreten.

Soziale Auswirkungen

Hiervon ist vor Allem die Familie, also Partner und Kinder, betroffen. Der Alkoholsüchtige fällt anfangs durch Grobheiten und Geringschätzung auf. Trotzdem wird meist versucht der Schein zu wahren, dass der Haussegen nicht schief hängt und der Süchtige in Schutz genommen. Wenn die Krankheit fortschreitet kommt es meist zur Scheidung, da der Partner sich emotional distanziert, da der Kranke immer intoleranter wird. In Deutschland sind insgesamt 8 Millionen betroffen von den Auswirkungen eines abhängigen Familienmitglieds.

Unfall- und Verletzungsrisiko

Alkohol beeinflusst die Verkehrstüchtigkeit maßgeblich. Wer unter Alkoholeinfluss fährt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Betrunken überschätzt man sich selbst, so erleiden Alkoholkranke dreimal so viele Verkehrsunfälle wie Gesunde. Jährlich fordern jene Fahrer hunderte Todesopfer und zehntausende Verletzte. Circa ein Viertel aller Unfälle sind auf Alkohol zurück zu führen.

Kriminalität als Folge von Alkohol

Neben der Trunkenheit am Steuer, wobei es sich auch um eine Straftat handelt, gibt es noch andere kriminelle Akte, die häufig von Alkoholisierten ausgeführt werden. Etwa 20% aller strafbaren Handlungen werden unter Alkoholeinfluss durchgeführt. Durch die enthemmende Wirkung von Alkohol kommt es zu Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstählen, Sexualdelikte und Beleidigungen. Außerdem kommt es durch alkoholbedingte Aggression auch oft zu familiärer Gewalt.

Schlechte Finanzielle Situation

Auch die berufliche Leistung schränkt Alkohol ein, da die Konzentrationsfähigkeit, das Sehvermögen, Geschicklichkeit, Sorgfalt und die Reaktionsfähigkeit nachlassen. Aber auch das häufige Krankmelden und mangelnde Motivation kommen hinzu. Betroffene machen häufig blau, da sie keine Lust auf Arbeit haben.

Volkswirtschaftlicher Schaden als Folge von Alkohol

Die Alkoholwirtschaft erzielt zwar circa einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Euro und Steuereinnahmen von 3 bis 4 Milliarden, trotzdem entsteht auch ein volkswirtschaftlicher Schaden. Alkoholkranke sind 2,5 mal so oft krank wie Gesunde und sind auch weniger produktiv. Zudem wird das Gesundheitssystem so stark belastet. Der Schaden wird auf 20,4 Milliarden geschätzt.

„positive“ Wirkung

Teilweise wird Alkohol auch eine gesundheitsförderliche Wirkung zugeschrieben. Bei sehr geringem Verzehr von Alkohol sollen Herz und Gefäße davon profitieren. Männer sollten aber höchstens 2-3 Gläser Wein oder Bier zu sich nehmen und Frauen 1-2. Außerdem wird der Konsument lockerer, entspannter und zeigt gesteigerte Redebereitschaft. Allerdings lässt sich dieser Effekt auch durch andere Dinge, wie gesunde Ernährung, ganz ohne Nebenwirkungen erzielen.

Jugendschutz

In Deutschland darf man ab 16 Jahren Wein und Bier trinken. Der „harte“ Alkohol jedoch ist erst ab 18 Jahren zugelassen. Leider gibt es viele Minderjährige, die sich nicht an das Jugendschutzgesetz halten. Dies ist riskant, da der Alkohol auf Kinder besonders schwerwiegende Folgen hat. Das Nervensystem ist noch sehr empfindlich: Bereits ab 0,5 Promille kann das Kind sein Bewusstsein verlieren. Je geringer das Körpergewicht, desto stärker wirkt der Alkohol. Zudem beschränkt er die geistige und körperliche Entwicklung.

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