Programmierungsprachen – Die Kunst, Befehle zu erteilen

Im Grunde genommen können Computer nur eines: Nullen von Einsen unterscheiden. Dies können Sie aber mit atemberaubender Geschwindigkeit. Für den Endanwender (der ein fertiges Computerprogramm bedient) bleibt dieser rudimentäre und pragmatische Ansatz jedoch zum Glück vollständig verborgen. Und auch Programmierer und Softwareentwickler müssen sich nicht mit endlos langen Bitfolgen von Nullen und Einsen herumplagen.

Als logische Schnittstelle zwischen dem Softwareentwickler und dem eigentlichen Gerät funktionieren die Programmiersprachen. Die Befehle werden hier in einen für den Menschen lesbaren Quellcode abgelegt.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Programmiersprachen zwischen Interpretern und Compilern

Ersterer ist eine eigenständige Software, die das Programm während der Ausführung stückweise ausliest und alle Befehle „der Reihe nach“ abarbeitet. Vorteil dieser Methode ist die Unabhängigkeit von der Hardware. Jedes System, für das ein Interpreter oder eine entsprechende Laufzeitumgebung existiert, kann die Programme problemlos ausführen. Nachteil ist eine langsame Ausführungsgeschwindigkeit. Bekanntester Vertreter dieser Gattung der Programmiersprachen ist die Java-Laufzeitumgebung, die neben klassischen Computern auch auf Smartphones Einzug gefunden hat.

Compiler übersetzen den Quellcode hingegen im Vorfeld. Dabei wird dieser bereits durch den Entwickler in Maschinensprache umgewandelt. Zusätzlich kommen meistens noch Prä- und Postprozessoren zum Einsatz: Ein Präprozessor optimiert den Quellcode für den eigentlichen Compiler, der Postprozessor optimiert das Compilerergebnis für die gewünschte Zielarchitektur. Vorteile sind neben einer deutlich höheren Ausführungsgeschwindigkeit wesentlich geringere Systemanforderungen auf Anwenderseite. Nachteil ist die gesunkene Flexibilität. Wer ein Programm für die 64-Bit-Version von Windows 7 auf Intel-Prozessoren kompiliert, der schränkt somit auch die Zielgruppe und seinen möglichen Kundenstamm entsprechend ein – oder er baut aufwändig mehrere Versionen für verschiedenste Architekturen.

Über 

One Response to Programmierungsprachen – Die Kunst, Befehle zu erteilen

  1. Knud sagt:

    Gott sein dank muss man nichts über die Abläufe im Hintergrund wissen, um eine bzw. um Seiten im Internet ansehen zu können.

    Die Technik mach eigentlich alles, jedoch ist es auch gut wenn man einen flüchtigen Einblick bekommt.

    Von Programmierung usw. habe ich ja absolut keine Ahnung und ich könnte nicht mal eine Webseite erstellen…dafür gibt es eben andere Personen die sich da auskennen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.