Motorradkauf, was es zu beachten gibt

BMW Motorräder faszinieren immer mit schicken, ausgefeiltem DesignWer einmal damit angefangen hat und vom Virus Motorrad fahren infiziert wurde, kann meistens nicht mehr damit aufhören. Doch das Wichtigste an der Sache ist, welches Motorrad, zu welchem Preis und muss es denn überhaupt ein Neues sein oder tut es auch eine gute Gebrauchte? Viele der Motorradfahrer, vor allem Anfänger begnügen sich doch erst einmal mit einem gebrauchten Motorrad.

Diese sind im Internet oder im nahegelegenen Motorradgeschäft schnell gefunden. Die Marke spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle und ist Geschmackssache des Motorradfahrers. Doch woran erkennt man was die Gebrauchte noch Wert ist und wie sie gepflegt wurde?

Worauf ist zu achten?

Ein gut gepflegtes Motorrad erkennt man in den meisten Fällen auf den ersten Blick. Der wahrscheinlich wichtigste Indiz ist das Alter sowie der Kilometerstand auf dem Tacho. Diese Faktoren sollten möglichst genau mit der Angabe im Verkaufsschild übereinstimmen. Ein auffällig runder Kilometerstand ist allerdings meistens sehr verdächtig und es besteht die Vermutung, das der Tacho manipuliert wurde. Der Kilometerstand sollte natürlich, wie auch bei einem Autokauf möglichst niedrig sein. Geht man genauer ins Detail, kommt man schnell zur technischen Seite. Den Zustand eines Straßenmotorrads kann man sehr gut anhand der Reifen erkennen, wie der Fahrer wohl damit umgegangen ist. Im Besten Fall sind diese im Neuzustand.

Auch die Bremsbeläge sowie die Bremsscheiben lassen schnell erkennnen auf welchem Stand der Besitzer in Sachen Verschleißteile ist. Einmal am Hinterrad angelangt sollte man einen Blick zur Kette bzw. zum Kettenrad werfen. Neigt das Kettenrad dabei bereits zur so genannten Sägezahnbildung, wird es nicht mehr sehr lange dauern und ein neues ist fällig. Weiterhin sollte der Besitzer sofort Antworten können im Bezug auf den letzen Service sowie den erneuerten Verschleißteilen. Undichtigkeiten an Motor oder Fahrwerk sollte man sehr genau betrachten und weisen meistens auf einen Defekt hin. Ist der Käufer mit den Äußerlichkeiten zufrieden, sollte man den Motor starten lassen. Dieser sollte sofort anspringen und ohne zu starke Drehzahlschwankungen laufen. Auch auf metallische Geräusche sollte der Käufer achten, denn diese können Anzeichen auf einen bald anfallenden Defekt sein.
Gibt es auch in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln, ist jedem geraten vor dem Kaufabschluss eine Probefahrt zu machen um 100 Prozent sicher zugehen das alles ok ist. Während der Probefahrt ist darauf zu achten, das sich die Gänge leicht schalten lassen und das Motorrad keine Auffälligkeiten wie Zündaussetzer von sich gibt.

Die Kaufabwicklung

Beim Kaufabschluss sollte der Käufer, wie auch bei einem Autokauf darauf bestehen, einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Dieser ist dahin gehend wichtig, das der Käufer einen Nachweis zum Baujahr, den Kilometer, der Rahmennummer und weitern wichtigen Daten hat, die er im Notfall vorweisen kann.
Betrüger, welche Motorräder durch Diebstahl ergaunert haben, verkaufen diese immer ohne Kaufvertrag. Es sollte somit auch der Verkäufer einen möglichst seriösen Eindruck machen.

Bildquelle: © tpsdave/pixabay.com

Über 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.