Markenportrait: Nissan

NissanNissan ist einer der traditionsreichsten japanischen Automobilhersteller. Bereits 1914 wurde die Marke DAT gegründet, deren Produktionsstätten Nissan nach der Gründung im Jahre 1933 übernahm. Die PKW wurden, wie bereits bei DAT, Datsun genannt, der Name Nissan war lange Zeit fast ausschließlich Nutzfahrzeugen vorbehalten.
In Kooperation mit dem britischen Hersteller Austin wurden von 1953 bis 1959 auch dessen Modelle A40 und A50 gebaut, wobei die Teile zunehmend aus japanischer Produktion stammten. Der Erkenntnisgewinn hieraus mündete im Jahre 1959 im Datsun Bluebird, der als direkter Konkurrent der Austin-Modelle angesehen werden konnte und in verschiedenen Serien bis 2001 in Produktion blieb.

Aufstieg zum Weltunternehmen

Im Jahre 1958 begann Nissan, seine Modelle auch zu exportieren. Erster Markt für die Fahrzeuge waren die USA, ab 1962 waren auch in Europa Nissan-Modelle erhältlich. Nach Deutschland rollten die ersten Fahrzeuge 1972.
Auch die Ölkrise spielte Nissan in die Karten, da man auf sparsame, preisgünstige und alltagstaugliche Modelle setzte. Mit dieser Ausrichtung konnte Nissan Fuß fassen und seine Position am Markt in den 70er- und 80er-Jahren festigen. Der Name Datsun wurde mit einem Beschluss von 1981 allmählich fallengelassen, wodurch die Fahrzeuge in Deutschland ab 1983 als Nissan verkauft wurden.

Schwierige Zeiten ab 1990

Durch den Zusammenbruch des japanischen Kapitalmarktes 1990 rutschte Nissan in die roten Zahlen und fusionierte schließlich mittels eines Aktientausches 1999 mit Renault, wobei zunächst beide Unternehmen eigenständig blieben. 2002 verschmolzen beide zu einer BV, wobei sowohl Nissan als auch Renault nach wie vor die Aktienmehrheit im eigenen Unternehmen halten.

Mit Diamant unter der Sonne

Um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu sparen, wurden ab 2002 sukzessive die Modellpaletten der beiden Marken zusammengelegt, viele der heutigen Modelle wurden gemeinsam mit Renault entwickelt. Für die Zukunft plant Nissan, die Marke Datsun für preisgünstige Fahrzeuge in Osteuropa wiederzubeleben, vergleichbar mit Renaults ursprünglichen Plänen für die Marke Dacia.

Die Modellpalette

Nissan bietet gerade im preisgünstigen Segment ein breites Angebot. Neben dem Pixo als Einstiegsmodell führt Nissan seit 1982 den Micra, dessen atkuelle Serie parallel mit dem Renault Clio entwickelt wurde, sowie den Note auf Basis des Renault Modus. Auffällig ist im Portfolio das Fehlen eines Modells der Golfklasse, die der 1966 eingeführte Sunny und seine Nachfolger lange Zeit bedienten. Stattdessen ist der SUV-Bereich sehr breit gefächert. Die Kompaktklasse wird vom Juke bedient, einem kompakten Crossover, und dem in zwei Größen angebotenen Quashqai. Abgerundet wird die Crossover-Palette durch den Murano, der auch preislich im gehobenen Bereich angesetzt ist. Dazu werden mit dem X-Trail und dem Pathfinder auch zwei klassische Geländewagen angeboten, die in der Tradition des seit 1951 angebotenen Patrol stehen, der seit 2009 nicht mehr in Deutschland angeboten wird. Schließlich ist der Elektrowagen Leaf erhältlich, der Ähnlichkeiten mit der Renault-Studie Zoé aufweist.
Im Segment der Sportwagen ist Nissan seit der Einführung des 240 Z im Jahre 1969 eine feste Größe. Dieses Erbe führt der 370 Z fort, der auch als Roadster erhältlich ist. im Bereich der Supersportler bietet Nissan schließlich mit dem GT-R auf Basis des US-Modells Skyline die Basis für das Motorsport-Engagement.

Bildquelle: ©thisguyhere/pixabay.com

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One Response to Markenportrait: Nissan

  1. […] französische Firma Renault ist nach einem Zusammenschluss mit Nissan im Jahr 1999 einer der größten Automobilhersteller der […]

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