Markenportrait: Smart

elektroautoSmart zeigt auf dem Genfer Autosalon 2013 die neueste „drive App“ in der Edition „Cityflame“. Das neue Cabrio soll noch vor Mai erscheinen. Die weltweit beliebten Stadtautos der Automarke Smart gehören einfach zum Straßenbild dazu.
Charakteristisch für nahezu alle Modellvarianten sind die geringen Parkplatzsorgen im Großstadtdschungel. Obwohl die Automarke 1994 nicht wie geplant mit Hybridmotoren an den Start gehen konnte, trafen die sparsamen Studien den Nerv der Zeit.
Bekannt ist daher auch ein neues Lebensgefühl, das mit dem Begriff „smartismus“ umschrieben wird.

Die Entwicklung der Marke Smart war nicht einfach

Smart wird als Automobilmarke von der Daimler Aktiengesellschaft geführt. Die Konzernmarke hat ihren Unternehmenssitz in Böblingen und liegt strategisch nahe am Automobilhersteller Mercedes-Benz. Diese Bindung war von Marketingprofi und Swatch-Gründer Nicolas Hayek (1928-2010) nicht geplant. Er trug die Idee, die sich seit den 90er Jahren in Forschungsprojekten abzeichnete, in die breite Öffentlichkeit. Orientierung für alle Beteiligten soll der Kleinstwagen „Polo“ aus dem Hause Volkswagen gewesen sein, an dem sich auch Mercedes-Benz versuchte.

Eine Zusammenarbeit zwischen Swatch-Gründer Hayek, dem Swatch Planungsteam, der Bahn und dem Volkswagenkonzern scheiterte. Die Unternehmensgründung erfolgte anschließend mit dem Autobauer Daimler-Benz AG. Der Uhrenspezialist geriet während der Entwicklungsphase des „City Coupés“ zunehmend in Bedrängnis, da technische Fragen von Konflikten überschattet wurden. Die Idee, das kleine Coupé mit Elektromotoren auszustatten, geriet ins Stocken. 1998 verließ sich Hayek schließlich das Projekt.

Die Marke und ihre „smarten“ Modelle

Die Hoffnungsträger „Forfour“ und der „Smart Roadster“ konnten die Erwartungen des Autobauers nach der Etablierung des „Fortwo“ nicht erfüllen und die Produktion wurde zwischen 2005 und 2006 für beide Modelle eingestellt. Der Versuch, die Automarke für mehr als zwei Insassen schmackhaft machen, scheiterte Beobachtern zufolge an vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Mit rund 15.000 Euro lag selbst der „Roadster“ beim Grundpreis deutlich höher als die Konkurrenz. Und nur wenige Sondereditionen aus dem Hause Brabus sind heute noch auf den Straßen zu sehen.

Kennzeichnend für die smarten Flitzer der Variante „Fortwo“ sind die konstanten Absatzzahlen, wobei sich die Modellentwicklung mittlerweile vollständig auf den „Fortwo“ konzentriert. Obwohl sich mehrere Autohersteller mit Kleinstwagen beschäftigen, konnte die Automarke in diesem Segment wiederholt gute Zahlen vorlegen. Der „Fortwo“ erschien bislang auch als limitierte Sonderedition „Cabrio“, „Crossblade“, „Smart k“ und „Brabus Fortwo“. Vor 10 Jahren konnte der Kleinstwagenhersteller bereits über 120.000 Autos auf die Straße bringen, der Bau des neuen „Smart Fortwo Electric“ führt die momentane Produktion bis an ihre Kapazitätsgrenzen.

Neuheiten und Trends

Der „Fortwo“ entwickelt sich zum Statussymbol. Charakteristisch für die Automarke ist nach wie vor der hohe Anschaffungspreis, der jenseits der magischen 10.000 Eurogrenze liegt. Das von vielen erwartete Modell „Cityflame“ wird voraussichtlich 14490 Euro kosten und damit in der Preiskalkulation erneut hinter Nissan, Suzuki oder Toyota landen. Das Vorzeigemodell ist jedoch als Cabrio oder Coupé zu haben und soll so praktisch sein wie ein Smartphone.

Als praktische Quer-Einparker haben sie bereits mehrere Umstrukturierungsmaßnahmen und Managementfehler überlebt und sind auf dem besten Weg, einen Kultstatus zu erlangen. Die Smart GmbH wurde zwischenzeitlich durch die Eingliederung in die Daimler AG aufgelöst, das Interesse am „Fortwo“, dem einstigen Swatch-Projekt, bleibt aber scheinbar ungebrochen.

Bildquelle: © Efraimstochter/pixabay.com

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