Markenportrait: Peugeot

Peugeot

Mit der Serienproduktion begann der französische Automobilhersteller Peugeot bereits 1891. Mit über 120 Jahren im Geschäft ist der Großkonzern heute somit der weltweit älteste Fabrikant für Kraftfahrzeuge. Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der Gründerfamilie Peugeot jedoch schon Ende des 18. Jahrhunderts.
Damals als ein Stamm Großindustrieller in Europa bekannt, weitete sich der Wirkungsbereich des ambitionierten Unternehmerklans bald auf die Produktion von Metallwaren und schlussendlich auf den Fahrzeugbau aus.

Die Geburtsstunde des Löwen

Neben einer Ölmühle, einer Gerberei, Spinnerei und später Färberei, baute die Familie ebenfalls eine Eisengießerei. Diese produzierte bis Mitte des 19. Jahrhunderts kleinere Eisenwaren. Erst mit dem rasanten Fortschreiten der einsetzenden Industrialisierung erweiterte sich das Portfolio des Unternehmens um das später so entscheidende Element der Automobilherstellung. Damals für die Hochwertigkeit der aus Metall gefertigten Artikel weit über die Grenzen Europas bekannt, sollte der Bau von Kraftfahrzeugen für die Familie Peugeot den sicheren Übertritt in die Moderne bedeuten. Bis heute produziert der Konzern neben Autos weiterhin Werkzeuge, Fahrräder, Roller, sowie Kaffee- und Pfeffermühlen.

Eine französische Erfolgsgeschichte

Peugeot203
Treffender lässt sich das letzte Jahrhundert für den Großkonzern wohl nicht beschreiben. Die später so berühmte „mittlere Null“ in der Fahrzeugbezeichnung fand ihre erste Anwendung im Modell des 201. Dieser renovierte durch enorme Absatzzahlen die Haushaltskasse des durch die Kosten des Ersten Weltkriegs gebeutelten Familienkonzerns.
Die Erfolgsgeschichte wurde durch den Verkauf des 203 zum Ende des zweiten Weltkrieges fortgeschrieben und gipfelte in der Serienproduktion des 403, welcher erstmalig mit einem Dieselmotor ausgestattet war. Beflügelt vom enormen Zuspruch, welcher das Unternehmen aus der ganzen Welt erreichte, wurde Mitte der 60er Jahre der 404 vorgestellt. Auch der 404 war ein Erfolg und Peugeot schrieb weiterhin schwarze Zahlen.

Neue Schaffensbereiche für das einstige Familienunternehmen

Der große Erfolg des 404 hielt auch auf internationalen Ralleystrecken. Mit dem Aushängemodell bestritt der französische Hersteller bereits in in den 60er Jahren erfolgreich Motorsportrennen. Bis heute ist die Marke engagiert in verschiedenen Disziplinen des Motorsports vertreten.

Die Marke Peugeot heute

Bis heute tragen die Modelle in ihren Typbezeichnungen die Null in der Mitte. Ein Zeichen für das Traditionsbewusstsein des geschichtsträchtigen Firmengiganten. Heute bedient Peugeot vorwiegend den Markt für Kleinfahrzeuge und produziert Modelle der Mittelklasse. Ausgebaut wurden die SUV- und Van-Sparten in den vergangenen Jahren. Ein weiteres wichtiges Aushängeschild des französischen Herstellers ist das umfassende Sortiment rund um die eigenen Nutzfahrzeuge. Die Herstellung des 206 gehört zu einer der größten Erfolgsgeschichten der Marke in der jüngeren Vergangenheit. Mit dem Verkauf von mehr als 5 Millionen Einheiten konnte nahtlos an die glanzvolle Vergangenheit angeschlossen werden. Preislich bewegen sich die Modelle der Kleinwagenklasse im Gegensatz zu deutschen Herstellern häufig in einem niedrigeren Preissegment. Die Wagen der Kompakt- und Mittelklasse lassen sich mit den Ausführungen deutscher Autobauer vergleichen.

Bildquelle:

Bild1: dantetg/pixabay.com
Bild2: jackmac34/pixabay.com

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One Response to Markenportrait: Peugeot

  1. […] unter dem Karosseriekleid deutliche Änderungen. So hielt zum Beispiel eine in Kooperation mit PSA (Peugeot/Citroen) entwickelte neue Motorengeneration Einzug – mit Leistungswerten von 95 PS im MINI One […]

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