Markenportrait: Chrysler

ChryslerDie Geschichte des Automobilherstellers Chrysler beginnt 1924 in den USA. Walter P. Chrysler entdeckte nach dem Kauf seines ersten Wagens seine große Liebe zum Automobil. Er konstruierte seinen ersten Wagen, den Chrysler Six, der gleich zu einem Erfolg wurde. Bereits im ersten Jahr konnten 32.000 Exemplare dieses Modells verkauft werden.
Die Firma Chrysler Corporation wurde jedoch erst am 6. Juni 1925 gegründet und ging aus der Firma Maxwell Motor Company hervor, für die Walter P. Chrysler zuvor tätig war und die er nun übernahm. Mit dem Kauf von Dodge Brothers Inc. 1928 wurde Chrysler bereits wenige Jahre nach Gründung zu einem der drei größten Automobilhersteller Amerikas.

Erfolgreiche Modelle

Durch den Bau innovativer Automobile und die Verwendung der neuesten technischen Entwicklungen erzielte das Unternehmen Chrysler große Erfolge. Besonders in der Oberklasse konnten die Wagen von Chrysler die Kunden überzeugen. Der Imperial 80 wurde Ende der 20er Jahre für Chrysler zu dem Erfolgsmodell schlechthin. Mit seinem 6-Zylinder-Motor und seinen 112 PS wurde das Cabriolet zum Flaggschiff von Chryslers ebenso erfolgreicher 6-Zylinder-Wagen-Flotte. Seit 1951 steht die Bezeichnung Town & Country bei Chrysler für die großen Kombis, die in verschiedensten Modellreihen erhältlich sind.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten

Nach dem 2. Weltkrieg blieb Chrysler weiterhin auf der Erfolgsspur und erzielte auf dem amerikanischen Markt große Gewinne. Der Versuch auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen endete jedoch für Chrysler in einer Katastrophe und beendete die Selbstständigkeit des Automobilkonzerns. Auf dem einheimischen Markt verschlief Chrysler die Entwicklung hin zu kleineren sparsameren Automobilen, gerade in der Zeit der Ölkrise in den 70er Jahren. Marktanteile gingen an japanische Hersteller verloren. Außerdem fanden die großen amerikanischen Straßenkreuzer auf dem europäischen Markt nur geringen Zuspruch. Auch die Sanierung der aufgekauften englischen Automobilunternehmen scheiterte und Chrysler geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Durch Kredite der US-Regierung konnte Chrysler in den 80er Jahren noch einmal an alte Erfolge anknüpfen. Mit dem Chrysler Voyager stieß der Hersteller 1984 erfolgreich in das neue Segment der Minivans vor. 1987 kaufte Chrysler die Konkurrenzmarke Jeep auf. Dennoch blieb die Situation angespannt.

Die heutige Situation

Mit dem Zusammenschluss von Chrysler und der Mercedes Benz AG versuchten die Verantwortlichen den Abwärtstrend aufzuhalten. Obwohl mit dem PT Cruiser ein neues Modell zur Kompaktklasse hinzukam, blieben die Erfolge von Chrysler außerhalb Amerikas bescheiden. Seit Juli 2011 gehören dem italienischen Automobilkonzern Fiat 61,8 Prozent der Aktien von Chrysler. Besonders auf dem amerikanischen Markt ist Chrysler noch aktiv und verkauft in den USA 75 Prozent seiner Produkte und 12 Prozent in Kanada. Vor allem in den Marktsegmenten der Minivans und Pickups ist Chrysler weiterhin sehr erfolgreich. Durch die Zusammenarbeit mit Fiat gibt es besonders im Bereich der Klein- und Mittelklassewagen neue Modelle. Mit der Marke Jeep möchte Chrysler im Bereich der Geländewagen Marktanteile gewinnen.

Bildquelle: ©delphinmedia/pixabay.com

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