Markenportrait: Audi

Audi
Im Jahr 1899 gründete August Horch die Firma Horch & Coin in Zwickau und gleich darauf entwickelte er, mithilfe von 15 Arbeitern, sein erstes Fahrzeug. 1909 verließ Horch seine Firma aufgrund von großen Geschäftsführungsproblemen des Unternehmens. Danach, gründete ereine neue Firma, dessen Namen aus der lateinischen Übersetzung des Wortes Horch abgeleitet wurde. Eine neue Marke entstand – „Audi“.
Horch wählte diesen Namen, weil er Autos unter seinem eigenen Namen bauen wollte.

Die Produktion von Audi-Fahrzeugen dauerte bis zum Ersten Weltkrieg an, als Audi gezwungen wurde Fahrzeuge für militärische Zwecke herzustellen. Nach dem Krieg folgte eine große Rezession, was fast das Ende der Marke bewirkte.

Horch verließ die Geschäftsführung im Jahr 1920, sodass das Management des Unternehmens durch die harten Zeiten von 1927 bis 1930 auf sich allein gestellt war. Im Jahr 1931 entschied das Management, dass der einzige Weg wäre, das Unternehmen über Wasser zu halten, mit anderen Fahrzeugherstellern zu verschmelzen. Diese Entscheidung sah die Schaffung der sogenannten „Auto Union“.

Diese Vereinigung zwischen Herstellern hatte bis zum Zweiten Weltkrieg großen Erfolg. Während des Krieges bombardierten die Allierten jede Fabrik in Deutschland, die mit dem Rüstungswesen zu tun hatte. Nach dem Krieg gab es viele militärische Fahrzeuge, die Ersatzteile und Wartung benötigten. Dieses war der Hauptgrund für den Neubeginn der Auto-Union in Ingolstadt.

Daimler-Benz übernahm eine 87%-Beteiligung der Auto Union im Jahr 1958, welche sich auf 100% im folgenden Jahr erhöhte. Daimler-Benz entschied dann, sich aus der Auto Union aufgrund von mangelnder Rentabilität zurückzuziehen.

Volkswagen erwarb 1964 50% der Anteile am neuen Audi Unternehmen, 18 Monate später kaufte er den Rest der beherrschenden Aktien. Volkswagen nutzte die Audi Werke für die Montage zusätzlicher 60.000 Käfer pro Jahr und stellte die Marke Audi in den USA vor. Auch heute ist die Audi AG mit rund 63.000 Mitarbeitern fast zu 100% Eigentum des Volkswagen-Konzerns und hat einen Umsatz von fast 44 Milliarden Euro pro Jahr.

Modelle

Die Modelle, wie der Audi 50, Audi 100 und Audi 80, waren die ersten großen Serienproduktionen der Audi AG, welche auf dem Markt sehr populär und beliebt waren. Die Modelle hatten für ihre Zeit einen sehr konservativen Look. Doch im 1986 Jahr produzierte Audi ein neues und elegantes Design: den Audi 90. Der Audi 90 hatte eine Reihe von Standard-Funktionen, die alles andere, was Audi zuvor veröffentlicht hatte, übertraf.

Während der frühen 1990er Jahre begann Audi mit einem Zielgruppenwandel, um die jüngere Kundenbasis zu animieren. Karosserievarianten wurden überarbeitet, um aerodynamischer und angenehmer fürs Auge zu sein, während neue Motoren entwickelt wurden, um mehr Leistung auf der Straße zu bieten. Auch Fahrwerksmodifikationen wurden durchgeführt, die das Fahrzeug schneller reagieren lassen und Spaß am Fahren bieten.

Ab 2000 wuchsen die Verkäufe der Audi Modelle. Die Audi AG besitzt jetzt sechs verschiedene Produktionsstätten auf der ganzen Welt, um mit der Nachfrage nach seinen Fahrzeugen Schritt zu halten. Seit 2005 erscheinen auch Geländelimousinen, die Q-Reie, in der Fahrzeugpalette des bayerischen Automobilherstellers. Auch der Marktanteil steigt kontinuierlich. In Deutschland allein betrug er im Jahr 2012 8,60%, mit 266.582 verkauften Modellen.

Für ein Unternehmen, das im Grunde in seinen frühen Jahren von der Marktszene verschwand, ist es als eines der erfolgreichsten Comebacks einer Fahrzeugmarke in die Automobilgeschichte eingegangen.

Neuheiten

Audi RS6 Avant – Er verfügt über einen 4,0 TFSI V8-Motor mit Twin-Turbo-Setup und eine Spitzenleistung von 560 PS mit 5.700 bis 6.700 Umdrehungen pro Minute.Von Null auf 100 km geht er schon in 3,9 Sekunden.

Audi RS Q3 – die Geländelimousine wurde auf dem Genfer Salon 2013 vorgestellt und kommt Ende Herbst in den Handel. Mit dem Fünf-Zylinder-Turbo bringt er es auf 310 PS. Die Grundversion ist ab 54.600 Euro zu erhalten.

Audi A9 – mit fünf Metern Länge ist er ein neuer Luxuswagen der feinen Art, welcher mit dem Mercedes CL konkurrieren soll. Er kommt in zwei Versionen auf den Markt: Coupé und Cabrio. Das Luxusmobil wird etwa 80.000 Euro kosten. Zu erwarten ist er in 2013 oder 2014.

Bis 2016 plant Audi mehr als 20 neue Modelle vorzustellen, darunter den Audi-Van, Audi R5 und die Q6 und Q4 Modelle.

Bildquelle:

Bild1: ©gessingerbildwerk/pixabay.com

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3 Responses to Markenportrait: Audi

  1. […] ist der Marktführer im Premiumsegment, liegt damit vor Audi und Mercedes. Die BMW Group, bestehend aus BMW, MINI und Rolls-Royce verkaufte 2012 mehr als 1,8 […]

  2. […] Herbst 2013 ist es soweit. Dann nämlich betritt mit dem Audi RS Q3 jener Kompakt-SUV die Arena der automobilen Begehrlichkeiten, der von den Markenfans bereits […]

  3. VW Polo: der Kleinwagenprimus | Tegget.de sagt:

    […] Schock am Anfang: Der erste VW Polo war ein Audi – und zwar die Sparvariante des Audi 50, der im Sommer 1974 auf den Markt kam. Die […]

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