Mahngebühren – Eine kleine Einführung

Verzug des Schuldners

Wer sich durch den Kauf eines Produktes oder die Inanspruchnahme einer Dienstleistung zu einer Zahlung verpflichtet, verpflichtet sich auch gleichzeitig dazu diese Zahlung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu leisten. Wenn diese Frist nicht eingehalten werden kann und der Käufer, im folgenden Schuldner genannt, dies zu vertreten hat, also dafür selbst verantwortlich ist, kommt er mit der Zahlung in Verzug.

Das Mahnverfahren

Der Verzug der Zahlung bringt für den Gläubiger immer zusätzliche Kosten mit sich. Diese entstehen einerseits durch Zinsverluste und andererseits durch die weitere Korrespondenz mit dem Schuldner, die im Falle einer fristgerechten Zahlung nicht nötig gewesen wäre. Um den vereinbarten Rechnungsbetrag sowie die zusätzlichen Kosten gezahlt zu bekommen, eröffnet der Gläubiger nun das Mahnverfahren. Hierzu nimmt er schriftlich Kontakt mit dem Schuldner auf, erinnert an die Zahlung und fordert den Ersatz der entstandenen Kosten.

Die Zusatzkosten

Diese Kosten werden im hier beschriebenen Mahnverfahren Mahngebühren genannt. Die erste Mahnung darf nur dann Gebühren beinhalten, wenn der Schuldner bei Vertragsabschluss auf die Zahlungsfrist und die möglichen Konsequenzen eines Verzuges hingewiesen wurde. In der Regel findet sich in jedem Kaufvertrag eine Passage, die eine Frist nennt und den Schuldner darauf hinweist, dass er die Kosten eines möglichen Verzuges zu tragen hat. Fehlt dieser konkrete Hinweis beim Kauf der Ware oder Inanspruchnahme der Dienstleistung, so darf der Gläubiger erst mit der zweiten Mahnung eine Mahngebühr erheben. Diese muss von der Höhe her im Verhältnis zu den tatsächlich entstandenen Zusatzkosten stehen und wird meist mit einem Pauschalbetrag zwischen 3,00 € und 5,00 € angesetzt.

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