Kork – der Wohlfühlboden

Haben Sie das gewusst? Kork ist einer der vielseitigsten Rohstoffe, die in unserem Alltag Verwendung finden. In der Bauindustrie wird er sehr gerne als Dämmstoff benutzt, da er nur schwer entflammbar ist und Wärme schlecht leitet. Desweitern nutzt die Medizin Kork zur Produktion von orthopädischen Schuheinlagen, was besonders der natürlichen Wärme und der Elastizität des Materials zuzuschreiben ist. Darüber hinaus findet sich Kork bei Fischern als Schwimmer für ihre Angeln und Netze, im Blasinstrumentenbau, als Verschluss einer guten Flasche Wein und natürlich als Belag für Fußböden.

Doch was ist Kork eigentlich? Es ist ein nachwachsender Rohstoff, ein Produkt der Bäume. Als Kork bezeichnet man die Mittelschicht, die sich zwischen der Baumrinde und dem Bauminneren, der Epidermis, befindet. Diese Schicht wird von jedem Baum dieses Planeten gebildet und dient in erster Linie dazu, der Epidermis das Atmen zu ermöglichen. Er dient dem Baum auch als Abschlussgewebe an Stellen, an denen die Rinde nicht mit dem Wachstum der Epidermis mithalten kann und reißt. Allerdings sind diese Korkschichten bei den meisten Bäumen sehr dünn, oft nur wenige Zellschichten dick und daher für die Aberntung nicht geeignet.

Im alltäglichen Gebrauch benutzten wir in erster Linie Kork aus der Rinde der Korkeiche. Diese ist ein immergrüner Laubbaum und im westlichen Mittelmeerraum beheimatet. Die Korkeiche bildet schon sehr früh in ihrem Wachstum eine Korkschicht, die drei bis fünf Zentimeter dick werden kann. Ein Baum dieser Art kann, Zeit seines Lebens, rund 200 Kilogramm Kork liefern. Im asiatischen Raum wird zudem Kork aus der Borke des Ammur-Korkbaums gewonnen.

Als Fußbodenbelag ist Kork ideal. Hier spielt es auch keine Rolle, ob sie ihn in ihrem Wohn- oder dem Kinderzimmer verlegen möchten. Auch in Küche und Bad erfreut sich Kork immer größerer Beliebtheit. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum Einen wohnt dem Rohstoff eine natürliche Wärme inne. Diese Tatsache ist besonders im Vergleich zu
Stein- oder Keramikfliesen ein erheblicher Vorteil, denn diese sind beim Begehen immer sehr kalt und daher unangenehm. Zum Anderen ist Kork sehr elastisch. Dies ist besonders in Kinderzimmern oder der Küche eine erhebliche Verbesserung der Umstände. Denn es werden keine Beschädigungen des Bodenbelags durch heruntergefallenes Geschirr oder umgestürzte Möbel verursacht. Außerdem gehen zum Beispiel Teller und Gläser oft gar nicht kaputt, wenn sie auf einen Korkboden fallen. Aber die wichtigste Eigenschaft von Kork, wenn es um die Verlegung als Bodenbelag in Feuchträumen geht, ist die wasserabweisende Wirkung. Diese geht bereits auf die Bildung des Korks am Stamm des Baumes zurück. Denn die Korkzellen werden durch Auflagerung von Suberin gebildet. Dieser Stoff ist ein wasserundurchlässiges Biopolymer. Durch diesen Vorgang wird Kork hydrophob (wasserabweisend).
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender, Vorteil des Korkbodens liegt in seiner Wirkung. Denn durch das hohe Maß an Elastizität ist er, im Gegensatz zu Laminat oder Parkett, sehr leise. Er schluckt so gut wie alle Geräusche, die normalerweise durch simples Gehen ausgelöst werden. Außerdem ist Kork sehr Pflegeleicht. Egal ob nun Essensreste, Säfte, Malfarben der Kinder, eine umgestürzte Pflanze oder geworfenes Spielzeug. Kork trägt keine Beschädigungen davon, ist leicht zu reinigen und sehr strapazierfähig.
Darüber hinaus verbessert Kork das Raumklima nachhaltig, was sich besonders bei Allergikern bemerkbar macht, da dieses die Atemwege schont. Sie sehen also, es gibt sehr viele Gründe, in Zukunft auf einen Korkboden zu setzen.
Mittlerweile hat die Beliebtheit dieses Rohstoffes in der Verarbeitung in Haus und Garten dazu geführt, dass man beinahe jedwedem Wunsch, betreffend Form, Größe und Farbe, gerecht werden kann. Besonders in der Farbgebung ist so gut wie alles möglich. Von ausgefallenen Farbwünschen bis hin zu den Standard-RAL-Farben kann heutzutage alles was das Herz begehrt produziert werden. Auch eine Erhaltung der bestehenden Optik in Bad und Küche ist kein Problem. So lassen sich zum Beispiel Korkfliesen in eine Marmoroptik packen. Somit kann der Kunde alle Vorteile des Korkbodens in Feuchträumen nutzen, ohne auf die sehr beliebte Marmoroptik verzichten zu müssen.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Verlegung eines Korkbodens sehr einfach zu handhaben ist. Es werden Korkböden in Fliesenform angeboten, die komplett mit dem Untergrund verklebt werden können. Auch schwimmende Verlegungssysteme, also ohne Verklebung, sind mit Nut- und Feder, einem sogenannten Kork-Fertigparkett, heutzutage kein Problem mehr.
Die Korkböden selbst werden durch ein Korkgranulat, welchem ein Bindemittel beigefügt wird, produziert. Als Bindemittel verwendet man in erster Linie Polyurethanharze, die schon kurz nach dem Verlegen nicht mehr riechen und gesundheitlich absolut unbedenklich sind. Dieses Bindemittel ist notwendig, da das korkeigene Harz nicht zur Herstellung ganzer Blöcke genügt. Ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil von Kork ist die absolute Umweltfreundlichkeit. Als Produkt der Natur belastet es diese auch nicht.
So lässt sich sagen, dass Kork eine der besten Alternativen zu althergebrachten Bodenbelägen ist. Seine Wärme, die weiche und natürliche Oberfläche, die Verbesserung des gesamten Raumklimas und natürlich die Robustheit machen ihn zu dem, was er ist. Ein Wohlfühlboden. Kork Verlegen funktioniert wie das Verlegen eines Klicklaminat oder eines Parkettbodens.

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