Ist die Energiewende ein Erfolgsprojekt?

Windräder
Die Energiewende ist ein ambitioniertes Ziel Deutschlands. Neben der Abschaltung aller Atomkraftwerke soll auch die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen nur noch vorübergehend erfolgen, während das Ziel in einer vollständigen Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen besteht. Trotz einer grundsätzlichen Zustimmung der Bevölkerung zum Ausstieg aus der Atomenergie und der absehbaren Endlichkeit fossiler Energieträger führen hohe Kosten zu ersten Akzeptanzproblemen.

Verbraucher tragen die Kosten der Energiewende

Die technischen Möglichkeiten zur Umstellung der gesamten deutschen Stromversorgung auf erneuerbare Energieträger sind gegeben. Erforderlich sind neben der Errichtung der entsprechenden Erzeugungsanlagen jedoch ein rascher Ausbau der Transportnetze, damit der Strom von den Erzeugungsorten zu den Verbrauchsorten transportiert werden kann, und die Schaffung zusätzlicher Speicherkapazitäten. Beide Vorhaben sind ebenso wie der weitere Aufbau von Windparks und Solaranlagen technisch machbar, auch wenn die Speichertechnologien noch verbessert werden müssen. Verbraucher spüren die Kosten der Energiewende jedoch deutlich, da sich die EEG-Umlage mit dem Jahresbeginn 2013 drastisch erhöhte. Mittels der EEG-Umlage tragen Stromkunden dazu bei, dass sich der Aufbau von Solaranlagen und anderen Erzeugungsanlagen für Strom aus regenerativen Energien wirtschaftlich lohnt.

Solaranlage

Der Umweltminister hält an der Einspeisevergütung fest

Peter Altmaier hat als Bundesumweltminister die Absicht der Bundesregierung betont, an den Konzepten der Energiewende festzuhalten und deren Akzeptanz in der Bevölkerung wiederherzustellen. Zugleich wies der Minister darauf hin, dass die erneuerbaren Energien sich langfristig als Jobmotor sowie als Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft erweisen werden. Eine Alternative zu regenerativen Energieträgern für die erforderliche drastische Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen wie Kohlendioxid sieht der Minister nicht. Er sieht aber auch die Notwendigkeit, die Gesetze hinsichtlich der EEG-Vergütung zu verändern, um die dauerhafte Akzeptanz der Bevölkerung für die Energiewende zu gewährleisten. Zugleich erteilte er einer weiteren Subventionierung konventioneller Kraftwerke eine klare Absage. Zentrale Erzeugungsanlagen für Öko-Strom sollen gefördert werden, so dass viele Anlagen zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht, Wasserkraft und Wind entstehen. Besonders die hohe Vergütung für Photovoltaik-Anlagen wirkt sich preistreibend aus, obgleich diese bereits mit Hinweis auf sinkende Kosten für Neuanlagen reduziert wurde.

Erneuerbare Energien bleiben unverzichtbar

Eine Alternative zum stetig zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energieträger für die Stromversorgung existiert nicht. Zugleich ist eine Verringerung der EEG-Umlage unverzichtbar, damit Strom weiterhin bezahlbar bleibt. Hierzu können unterschiedliche Modelle wie die Beteiligung der großen Energieproduzenten an den Kosten der Energiewende oder eine weitere Verringerung von Einspeisevergütungen für Neuanlagen angedacht werden. Zu lange darf die Politik das Problem nicht aussitzen, denn die Bevölkerung wird eine erneute drastische Erhöhung der EEG-Umlage kaum dulden.

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