HTML5 – „Reinventing HTML“ (?)

Die sogenannte Hypertext Markup Language, kurz HTML, ist eng mit der Entwicklung des World Wide Web verbunden und wurde erstmals 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt. Zuvor war es nicht möglich, digitale Informationen auf einfache Weise zwischen mehreren Nutzern auszutauschen. Sowohl das World Wide Web als auch die Seitenbeschreibungssprache HTML wurden in einem Projekt 1989 von Mitarbeitern der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) entwickelt, um ihre Forschungsergebnisse zwischen den beiden Standorten in der Schweiz und in Frankreich austauschen zu können. Grundvoraussetzung war ein Webbrowser, der die Informationen von einem Server abrufen und dann auf dem Bildschirm des Nutzers darstellen konnte. Mit HTML war man in der Lage, Texte, Bilder und sogenannte Hyperlinks in Dokumenten einzubinden. Sie stellen bis heute die Grundlage des World Wide Web dar. Neben den reinen Informationen, die über HTML auf dem Monitor dargestellt werden, enthält diese Beschreibungssprache noch zusätzliche META-Descripions (Informationen). Hierin ist nicht nur die verwendete Landessprache enthalten, sondern auch weitere Informationen über den Autor, sowie eine Zusammenfassung des Textes. Heute wird HTML von der Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG) und vom World Wide Web Consortium (W3C) weiterentwickelt. Neben der letzten aktuellen Version 4.01 wurde vor Kurzem auch schon die fertiggestellte HTML5 Version vorgestellt. Parallel hierzu gibt es aber auch noch die XHTML-Version, eine Extensible Hypertext Markup Language.

Die Vorzüge von HTML5

Um anspruchsvolle Webseiten zu erstellen, ist HTML die erste Wahl. In Verbindung mit den Techniken von CSS, der Cascading Style Sheets, können Formulare, Bilder, Tabellen und auch Texte individuell gestaltet werden. Lediglich bei der Darstellung von Animationen und Videos war man bisher auf Plugins diverser Hersteller angewiesen. Das bekannteste Plugin für Videodarstellungen ist der Flash-Player von Adobe. Er stellt heute den Standardplayer im Web dar. HTML5 ist die letzte Weiterentwicklung der Seitenbeschreibungssprache und kann nun ohne zusätzliche Plugins Musik, Videos und Webspiele korrekt im Browser darstellen. Sämtliche benötigten Funktionen sind in der Sprache formuliert. Videos können im H.264- und Ogg-Format wiedergegeben werden. Noch sind nicht alle aktuellen Browser auf diese Formate umgestellt, so dass es hier zu Schwierigkeiten kommen kann. Firefox unterstützt das Video-Format Ogg Theora, während Apple Safari und Chrome auf das H.264-Format setzen. Im Audiobereich kann HTML5 das bekannte Wiedergabeprogramm WinAmp problemlos mit eigenen Funktionen realisieren. Mit der Zeichenfläche Canvas können über HTML5 Browserspiele ohne weitere Plugins erstellt werden. Für grafische Effekte kann JavaScript- und CSS-Code problemlos in HTML5-Code implementiert werden. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass sämtliche neuen Funktionen unter dem weitverbreiteten Internet Explorer noch nicht lauffähig sind.

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