Der Traum vom eigenen Dienstwagen

Fiat neuWer beruflich viel unterwegs ist oder einfach nur nach einem Statussymbol strebt, der wünscht sich einen Dienstwagen. Im mittleren Management besitzen 87% ein derartiges Gefährt. Ob Ihnen auch einer zusteht und was man sonst so beachten muss, erfahren Sie hier.

Wann bekomme ich einen Dienstwagen?

Ob Ihnen ein Dienstwagen zusteht oder nicht hängt vor Allem vom Arbeitsvertrag ab. Der Anspruch kann sich durch einen Tarifvertrag oder eine Abmachung mit dem Betriebsrat ergeben. Oder aber ganz einfach durch Gleichbehandlung: Wenn ein Kollege, der in der Hierarchie mit Ihnen auf einer Stufe steht über einen Dienstwagen verfügt, so steht Ihnen auch einer zu. Außerdem kann man einen Dienstwagen auch unabhängig von seinen Kollegen bei den Vertragsverhandlungen aushandeln. Falls keine Gehaltserhöhung möglich ist, ist der Dienstwagen eine gute Alternative.

Was kostet der Spaß?

Ein Dienstwagen ist ein geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss

Ein Dienstwagen ist ein geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss


Zunächst ist zu sagen, dass auch der Arbeitgeber vom Dienstwagen profitiert. Darf der Arbeitnehmer den Dienstwagen auch privat nutzen, so zählt er als Teil der Vergütung. Ein Dienstwagen gilt als „geldwerter Vorteil“ und ist somit zu Versteuern. Es gibt zwei Möglichkeiten diesen geldwerten Vorteil und somit den Betrag, der zum Gehalt hinzuzurechnen ist, zu ermitteln.

1. Die „Ein-Prozent-Regelung“

Bei der „Ein-Prozent-Regelung“ wird der Dienstwagen pauschal mit einem Prozent des Neupreises angesetzt und dieser Wert dann zum monatlichen Gehalt dazu gezählt. Außerdem multipliziert man 0,3% des Neupreises mit den Entfernungskilometern zwischen Zuhause und Arbeitsplatz. So erhält man den geldwerten Vorteil.

2. Das Fahrtenbuch

Alternativ kann man ein Fahrtenbuch führen. Dies erfordert allerdings Akribie und Disziplin, denn man muss alle geschäftlichen und privaten Fahrten einzeln auflisten. Hierbei muss man Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder Fahrt, Reiseziel, Reisezweck sowie ausgesuchte Geschäftspartner. Am Ende des Jahres muss man dann auf den aktuellen Kilometerstand des Wagens kommen.

Welche Methode ist besser?

Normalerweise ist die Pauschalabrechnung für Arbeitnehmer mit vielen Privatfahrten lukrativer. Der Bruttoanschaffungspreis ist aber auch zu beachten.

Dienstwagen im Urlaub

Grundsätzlich gelten die gleichen Regelungen wie bei Privatfahrten im Inland. Bei Beschädigung oder Diebstahl sowie Selbstbeteiligungskosten gibt es allerdings Unterschiede je nach Arbeitgeber. Dies muss man am besten vorher abklären. Wenn man Glück hat übernimmt der Arbeitgeber sogar die vollen Benzinkosten.

Fazit

Sowohl Mitarbeiter als auch die Firma können kräftig durch einen Dienstwagen sparen. Der Angestellte spart sich die teure Anschaffung, Benzin und Reparaturen. Der Arbeitgeber profitiert, da er die Aufwendungen für Anschaffung und Unterhalt steuermindernd als Betriebsausgaben absetzen kann.

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