Die Idee einer mechanischen Uhr mit binärer Anzeige

Jeder besitzt sicherlich eine Uhr, in den meisten Fällen sogar mehrere. Der Normalbürger kauft seine

Die heutigen Möglichkeiten der Technik erlauben durchaus den Bau einer Wasseruhr im heimischen Garten, bei der man nicht auf eine Elektronik setzt, die die Ganggenauigkeit steuert, sondern nur auf die Physik. Beispielsweise könnte man sich einen stufigen Bachlauf vorstellen, dessen Staustufen genau bestimmten Zeitspannen zugeordnet werden können. Läuft das Wasser über in die nächste Staustufe, so wird damit ein anderer Wert angezeigt.

Die einfachste, nicht binäre Darstellung wäre die Verwendung von 12 Staustufen für die Stundenanzeige und 60 Staustufen für die Minutenanzeige. Sollen auch noch die Sekunden angezeigt werden, so würden auch hier 60 Staustufen notwendig sein. Diese Form der Uhr würde viel Platz benötigen und es stellt sich die berechtigte Frage, ob eine „Kaskadenuhr“ in dieser Größenordnung noch gut lesbar ist. Vielleicht müsste ein Hochsitz oder wenigstens eine Brücke für Übersicht sorgen.

Wichtig ist dann natürlich, dass das Wasser am Ende der Stufenleitern wieder nach oben gepumpt werden würde. Ist für ein oder zwei Staubecken zusätzlich Wasser im System, ließe sich ein regelmäßiger Ausfall der Anzeige (die Hochpumpphase) vermeiden.

Wer Staustufen sparen will, kann das binäre System einsetzen, dass allerdings mehr Tüftelei verlangt. Denn die Anzeige läuft nicht immer in geregelten Bahnen ab, die man einfach untereinander setzen kann. Bei der binären Schreibweise folgt nach 2 die Darstellung 1+2 (= Dezimalwert 3). Danach kommt die 4, dann die 5 (4+1), die 6 (4+2) und die 7 (4+2+1). Die Steuerung des Wasserlaufs ist also wesentlich komplizierter. Zudem wird eindeutig mehr Wasser benötigt, wenn man von gleich großen Becken ausgeht. Andererseits hätte das binäre System den Vorteil, dass die Anzeige der Minuten und der Stunden vom Platzbedarf her kaum unterschiedlich sind (im Gegensatz zu den 12 Becken für Stunden und den 60 Becken für Minuten im obigen Beispiel).

Weitaus schwieriger als die Bauplanung dürfte der Erhalt der korrekten Wassermenge sein, da diese Uhr ja den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist (Verdunstung, Frost, Regen usw.).

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  1. Modische Antiquitäten: moderne mechanische Uhren | RSS Verzeichnis sagt:

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