Die Existenzgründung finanzieren

Sich selbständig zu machen, ist ein Schritt, der mit weit reichenden Folgen verbunden ist, und zwar nicht nur in gesellschaftlicher Hinsicht oder in Bezug auf den Arbeitsalltag, sondern auch im steuerlichen bzw. generell im finanziellen Sinne. Grundsätzlich ist es so, dass die wenigsten Personen, die eine ihrer Meinung nach lohnende Geschäftsidee entwickelt haben, auch tatsächlich über die notwendigen finanziellen Mittel zur Verwirklichung ihres Vorhabens verfügen.

Zunächst ist es notwendig, um den Finanzierungsbedarf offen zu legen, dass die eigenen finanziellen Mittel genauer beleuchtet werden. Über wie viele Reserven verfüge ich? Auch der Kontokorrentkredit sollte hierbei eingerechnet werden, selbst wenn die Zinsen, die man bei Nutzung zu zahlen hat, recht hoch sind. Außerdem ist zu überprüfen, inwiefern man sich privat oder von Familienmitgliedern Geld leihen kann. Dies muss ja nicht unbedingt zinslos erfolgen, doch zumindest zinsgünstiger als bei regulären Krediten für Existenzgründer.

Zur Verfügung stehen außerdem diverse Fördergelder bzw. Förderdarlehen des Bundes und der Länder – Informationen darüber kann man beispielsweise bei der Hausbank einholen, bei der die Förderdarlehen auch beantragt werden. Unumgänglich ist, dass für das zu finanzierende Vorhaben erst das Förderdarlehen beantragt wird, bevor es letztendlich in die Tat umgesetzt wird, denn im Nachhinein beantragte Fördergelder werden nicht gewährt.

Zu beachten sind bei den Förderdarlehen für Existenzgründer außerdem diverse Regelungen und Fristen – so zum Beispiel darf die bewilligte Förderung auch tatsächlich nur für den angegebenen Zweck genutzt werden. Bei Sondertilgungen kann es sein, dass der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zusteht, auch dies sollten Existenzgründer bereits im Vorfeld mit ihrer Hausbank genau absprechen.

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