Cloud Computing – Was ist das?

Datenverarbeitung fand noch vor wenigen Jahrzehnten in großen Rechenzentren statt. Riesige Anlagen in klimatisierten Räumen waren nur den Fachleuten vorbehalten. Als der „Personal Computer“ entwickelt wurde und rasch auf vielen Schreibtischen seinen Platz fand, war das ein gewaltiger Fortschritt. Jeder benutzte ein vollständiges System aus Hard- und Software, verwendete verschiedene Anwenderprogramme und speicherte die Daten auf der Festplatte seines Computers. Mit der Entwicklung des Internets spielte der PC eine immer größere Rolle im alltäglichen Leben.

Auf der anderen Seite fragen sich immer mehr Menschen, ob wirklich jeder seinen PC mit vielen teuren Programmen benötigt. Die Idee, bestimmte Dienste aus dem Internet zu nutzen, findet immer mehr Anhänger. Cloud Computing ist der Oberbegriff für alles, was mit diesen Überlegungen zusammenhängt. Cloud, die Wolke, wird von IT-Spezialisten als Bild für einen Teil des Internets genutzt. In dieser imaginären Wolke werden von einem Cloud Computing Anbieter Strukturen bereitgestellt, wie sie im kleinen Maßstab auf dem PC existieren: Rechenkapazität, Datenspeicher, Software und Netzwerk. Mit Hilfe des Internets kann der Nutzer auf diese Dinge zugreifen und sie nach seinem Bedarf nutzen.

Man kann solche Dienste z.B. bei einem Cloud Computing Anbieter mieten und bezahlt dann wirklich nur für das, was man wirklich in Anspruch genommen hat. Wo der Rechner steht, auf dem die eigenen Daten verarbeitet werden, spielt für den Nutzer keine Rolle. Theoretisch kann es jeder Ort der Welt sein, der mit dem Internet verbunden ist.

Als Cloud Computing werden aber auch kleinere, private Lösungen bezeichnet. Firmen oder Behörden verfügen zunehmend über Netzwerke, mit denen die einzelnen Mitarbeiter auf einen zentralen Rechner zugreifen können. So können die vorhandenen Ressourcen besser genutzt und Kosten für Soft- und Hardware gesenkt werden. Im Gegensatz zur „Public Cloud“, auf die jeder über das Internet zugreifen kann, bezeichnet man die internen Lösungen als „Private Cloud“; ein Mix aus beiden Formen bekommt den Namen „Hybrid Cloud“.

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